29. September 2026
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In den Herbst mit dem Kulturverein

Lesedauer ca. 2 Minuten

Ist Inzing im Oktober zu kalt für ein Fest im Freien? Der Kulturverein sagt: nein – und lädt am 17. Oktober von 11:30 bis 23 Uhr zum Herbstfest am Kirchplatzl. Bewusst ein kleines Format, bewusst als Erinnerung an die allererste Ausgabe des food&art-Festivals gedacht: ruhige Live-Musik den ganzen Tag über, eine Kunstausstellung, dazu etwas zu essen – ein feines Zusammenkommen eben, kein zweites Großfestival.

Das ist auch eine Antwort. Am food&art-Festival im Sommer war da und dort Kritik an den Eintrittspreisen zu hören – dabei war das Festival, ehrlich gesagt, nicht einmal damit kostendeckend. Beim Herbstfest gibt es deshalb freien Eintritt, ganz bewusst als Fest für alle Inzinger*innen. Kultur, die sich nicht über den Eintrittspreis definiert, sondern darüber, wer mitfeiern kann – das ist mir persönlich die sympathischere Rechnung.

Zwei Wochen vorher, am 8. Oktober um 19:30 Uhr im 10er Haus (Kirchgasse 10), wird es ernster. Im Rahmen des Langen Tages der Flucht spricht Theresa Kurnoth über ihre Zeit auf Lesbos. Sie war Anfang des Jahres zwei Monate für die NGO Doro Blancke an den EU-Außengrenzen im Einsatz und bringt diese Erfahrung jetzt in ihre Arbeit bei der Plattform Asyl ein. In ihren Texten „Stacheldrahtorangen“ – nachzulesen in der Zeitschrift Asyl aktuell der Asylkoordination Österreich – schreibt sie über Grenzerfahrungen, Begegnungen, Gefühle, und ordnet das Erlebte in die aktuelle migrationspolitische Lage ein. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine offene Diskussionsrunde mit Fingerfood und Getränken. Wer wissen will, wie sich europäische Grenzpolitik konkret anfühlt, statt nur darüber zu reden, ist am 8.10. richtig. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Regionalmanagement Innsbruck Land und der Freiwilligen Partnerschaft Tirol, Zentrum Innsbruck Land.

Und dann wird es, drittens, weihnachtlich: Am 12. Dezember bespielt der Kulturverein wieder einen Essensstand beim Inzinger Weihnachtsmarkt – und hat dafür die Band „The Plüschs“ engagiert. Ein Schelm, der sich fragt, woher der Kulturverein die Kontakte zum Bandmanagement hat…
Aber wir werden uns bemühen nicht nur Vettern- und Cousinenwirtschaft auf die Bühne zu bringen, sondern auch ordentliche Musik.

Drei Termine, drei völlig unterschiedliche Anlässe – aber alle mit derselben Handschrift: Der Kulturverein macht Kultur dort, wo Inzing zusammenkommt, ob am Kirchplatzl, im 10er Haus oder am Weihnachtsmarkt. Kommt’s vorbei.

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Michael Haupt

Michael nennt sich selbst gern Kulturarbeiter und macht das in verschiedenen Feldern, sowohl beruflich, als auch in seiner Freizeit. Letztlich geht es ihm dabei immer um die politische Dimension von Kultur. Um ihr Potenzial, die Gesellschaft vorwärts zu bringen, in dem sie Themen und Fragestellungen auf andere Art aufwirft. Das wird sich auch in seinen Artikeln für den Blog zeigen.

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