5. Juni 2026
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Inigazingische Krippenschätze

Lesedauer ca. 4 Minuten

Rund um Weihnachten ist das kulturelle Programm in Inzing eine Herausforderung – so viel Interessantes und Schönes passiert manchmal auf einmal, während überall die Weihnachtsfreude in den liebevoll gestalteten Aktionen und Traditionen glänzt und glitzert. Der Brauch des Krippeleschaugn gehört dabei zu Inzing wie das Christkindl in die Krippe.

Der Chor Inigazingo legte in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf diese Tradition. Zusammen mit dem Krippenverein lud er zum musikalischen Krippeleschaugn.

Mit einem liebevoll zusammengestellten Programm stimmte der Chor die Besucher in der Inzinger Pfarrkirche auf das Krippeleschaugn ein. Dabei stach besonders das Lied „Wer klopfet an“ hervor. Das Lied aus dem 19. Jahrhundert, das die Herbergssuche musikalisch nachstellt, führt ungeschönt vor Augen und ins Herz, mit welcher schmerzhaften Härte die Herbergssuche konfrontiert.
Im unglaublich extremen Gegensatz dazu stand die Offenheit, die selbstverständliche Gastfreundschaft, mit der die einzelnen Gruppen der Krippeleschauger in den Häusern empfangen wurden.

Mir persönlich war die Tradition des Krippeleschaugns bisher eine omniöse, die nur Eingeweihten vorbehalten war. Einfach an der Haustür anderer, vielleicht gar fremder Menschen klopfen, um Einlass bitten und die persönlichen Krippenschätze bewundern zu dürfen, während selbstverständlich Gebäck und Schnaps bereitstehen – große deutsche Verwunderung, auch über den Sinn des Krippeleschaugn. Nun nach knapp 20 Jahren hat mich die Ehrfurcht dieses Brauches nun endlich auch erwischt und begreifen lassen, dass der Zugang zu den Inzinger Krippenschätzen nicht nur künstlerisch, sondern auch im Sinne der Gemeinschaft dem Herzen unverkitscht weihnachtlich Tür und Tor öffnet.

In der folgenden Bildergalerie steckt der Versuch, die Krippenschätze fotografisch festzuhalten. Den Fokus habe ich hierbei auf die Lieblingsfiguren der Krippelebesitzer gelegt.

Wer gerne einen besonderen Überblick über das Krippenbergbauerdorf Inzing erhalten möchte, sollte sich das Buch des Krippenvereines zulegen. „Dorf der Krippenbergbauer – Das Inzinger Krippenbuch“, hier sind die Krippen ausführlich festgehalten und beschrieben.

Das Krippenbuch kann über den Krippenverein bezogen werden.

Krippenführung in der Inzinger Pfarrkirche

Krippe von Monika und Bernhard Wanner

Krippe von Luise Gastl

Geselliges Miteinander

Krippe von Sepp und Christl Gastl

Krippe von Anneliese Haslwanter

Krippe von Gassler Johann

Krippe von Bernhard Mayer

Krippe von Franz Gastl

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Menschen bedanken, die ihr Haus für uns geöffnet haben! Mit so vielen schönen Dingen, die ich betrachten durfte, wird es wieder ganz leicht ums Herz und die Welt wird mein Dorf!

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Angela Pargger

Ein neuer Vorstellungstext … „Ich schreibe hier auch.“ Das wäre mein erster Impuls gewesen. Allerdings wurde mir nahegelegt, mich etwas auszubreiten. here we are. Worte verbinden, Worte trennen. Sie öffnen Räume. Meine Texte entstehen im inneren wie äußeren Austausch, in Auseinandersetzung mit Sprache, Sprachfluss, Melodie und Rhythmus. Dabei begleiten mich Fundstücke aus dem Alltag sowie Texte und Atmosphären verschiedenster Sprach- und Musikkünstler*innen. Einige von ihnen nehmen mich bis heute in den Arm, sind Wegbegleiter und Freunde zugleich. Wenn meine Texte ihren Rhythmus suchen, muss ich sie hören und spüren. Ich spreche sie, summe und stampfe sie, gehe sie mit, bis Worte und Klang zueinanderfinden. Schreiben ist seit meinem 14. Lebensjahr mein Ausdruck; es ordnet mich und meinen Alltag. Der schöpferische Prozess ist dabei inzwischen Kraftakt und Wohnstatt zugleich. Meine Texte dürfen ihren eigenen Weg zwischen Fließen und Widerstand suchen.

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