5. Juni 2026
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Frühlingsgedichte

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Auf himmlischer Bahn

Und heute Nacht auf himmlischer Bahn
Fällt ein Stern von meiner Welt in deine.
Ganz leise, um die Stille nicht zu störn,
flüstert er: Ich hab dich gern!

Dein Herz – und meines

Rücken an Rücken sitzen wir.
Ich spüre Dein Herz schlagen,
Durch mich hindurch,
In mich hinein.

Deine Hand – die tastend die meine sucht.
Unsere Hände – die langsam
Miteinander sich verbinden,
Finger für Finger ineinander verschränken.

Mein Atem geht dem Deinem gleich,
Wird immer schneller,
Bis wir es nicht mehr aushalten,
Einander nicht zu sehen.

Wir lösen uns voneinander
Und noch bevor meine Augen in die deinen blicken,
Kann meine Hand nicht anders,
Als herzklopfend zitternd
Sich an deine Wange zu schmiegen,
Bis wir nicht mehr standhalten können, dass unsere Lippen sich nicht berühren.

Sonne und Wolken

Wenn meine Schritte Wolken wären
Und du die Sonne drüber,
Dann schienest du in mich hinein,
Durch mich hindurch, an mir vorbei.

Dann wäre was ich hinterließ ein Spiel,
Mit dem du dir die Zeit vertreibst.
Dann könntest du in wilder Lust
Aus meinen Schritten Kreaturen formen,

Langnasig, dickköpfig, schmal oder breit.
Dann könntest Du ein Herz gestalten,
Dem ich die Fülle gab
Und du die Wärme.

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Angela Pargger

Ein neuer Vorstellungstext … „Ich schreibe hier auch.“ Das wäre mein erster Impuls gewesen. Allerdings wurde mir nahegelegt, mich etwas auszubreiten. here we are. Worte verbinden, Worte trennen. Sie öffnen Räume. Meine Texte entstehen im inneren wie äußeren Austausch, in Auseinandersetzung mit Sprache, Sprachfluss, Melodie und Rhythmus. Dabei begleiten mich Fundstücke aus dem Alltag sowie Texte und Atmosphären verschiedenster Sprach- und Musikkünstler*innen. Einige von ihnen nehmen mich bis heute in den Arm, sind Wegbegleiter und Freunde zugleich. Wenn meine Texte ihren Rhythmus suchen, muss ich sie hören und spüren. Ich spreche sie, summe und stampfe sie, gehe sie mit, bis Worte und Klang zueinanderfinden. Schreiben ist seit meinem 14. Lebensjahr mein Ausdruck; es ordnet mich und meinen Alltag. Der schöpferische Prozess ist dabei inzwischen Kraftakt und Wohnstatt zugleich. Meine Texte dürfen ihren eigenen Weg zwischen Fließen und Widerstand suchen.

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