Der Mai ist ein sehr arbeitsreicher Monat im Garten – hier sind nur einige der anfallenden Arbeiten.
• Frühlingssträucher wie Forsythien und Winterjasmin nach der Blüte zurückschneiden.
• Dahlienknollen auspflanzen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
• Die neuen Triebe der Clematis an ihren Rankhilfen befestigen.
• Weiterhin einjährige Pflanzen wie Zinnien und Schmuckkörbchen in Lücken der Beete aussäen, damit sie von August bis in den Herbst Farbe bringen.
• Tulpen, Narzissen und andere Frühlingszwiebeln mit Flüssigdünger versorgen, um im nächsten Jahr eine schöne Blüte zu fördern.
• Kartoffeln anhäufeln und die Triebe beim Erscheinen mit Erde bedecken.
• Weiterhin Knoblauchspray verwenden, um Schnecken abzuschrecken (siehe Hinweise vom März).
• Rhabarberstangen ernten, sobald sie sich entwickeln, und die Pflanzen mit Flüssigdünger gießen.
• Alle paar Wochen neue Portionen Pflücksalat und Gemüse für Wokgerichte aussäen, um eine fortlaufende Ernte zu gewährleisten.
• Zimmerpflanzen ab jetzt einmal pro Woche mit Flüssigdünger versorgen und dies bis in den Herbst fortsetzen.
Pflanze des Monats:
Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis, früher Dicentra spectabilis)

Das Tränende Herz stammt ursprünglich aus Sibirien, China und Korea. So beschreibt es die Royal Horticultural Society:
Eine horstbildende Staude von bis zu etwa 1 m Höhe, die einen Hügel aus fleischigen, geteilten, mittelgrünen Blättern von bis zu 40 cm Länge bildet, mit eingeschnittenen oder gelappten Blättchen. Herzförmige, rosarote, purpurrosa oder weiße Blüten hängen im späten Frühjahr oder Frühsommer an bogig überhängenden, saftigen Stängeln.
Das Tränende Herz gehört zu meinen liebsten Frühlingspflanzen, und wir haben sowohl rosa als auch reinweiße Varianten in unseren Beeten. Diese Pflanzen bevorzugen einen geschützten Standort im Halbschatten sowie feuchten, fruchtbaren und humusreichen Boden. Werden sie richtig gepflanzt, schenken sie viele Jahre lang Frühlingsfreude.
Unsere weiße Variante teilt sich einen schattigen Platz mit Christrosen und Frauenmantel, während die rosa Variante unter Sträuchern in unserem nach Norden ausgerichteten Beet wächst. Die Pflanzen treiben Ende April und Anfang Mai mit hellgrünem Laub aus und erreichen sehr schnell ihre Blütegröße.
Nach der Blüte können die verwelkten Blüten zurückgeschnitten werden, und die Blätter verschönern die Beete noch einige Wochen lang. Danach kann man die Pflanzen bodennah zurückschneiden, mulchen und bis zum nächsten Frühling warten, wenn sie erneut Freude bereiten.
Viel Freude beim Gärtnern!

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