18. Februar 2026
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Wie kommt man dazu?

Die erste von mir gestaltete Druckausgabe der Dorfzeitung Inzing. Am damaligen Titelfoto die erfolgreiche und österreichweit bekannte Nadine Beiler.
Lesedauer ca. 2 Minuten

Was sind eigentlich die Gründe dafür aktiv an so etwas wie unserer „Dorfzeitung Inzing“ mitzuarbeiten und sich in irgend einer Form zu engagieren, sei es als Schreiber:in oder in der Redaktion und so weiter.

Ich kann hier natürlich nur über meine persönlichen Motive schreiben, obwohl ich weiß, dass einige meiner Motivationspunkte auch auf viele andere Mitarbeiter zutreffen.

Zur Gründungszeit war es österreichweit zwar seit langem möglich dem öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzungen beizuwohnen, aber bewusste Information der Bevölkerung über die Diskussionen, die unterschiedlichen Ansichten und die Beschlüsse wurde möglichst vermieden. Auch hatte man damals mit, subjektiv gesehen, wichtigen Anliegen, die nicht der Meinung des Bürgermeisters und seiner Fraktion entsprachen, so gut wie keine Chance. Diese beiden Tatsachen führten schließlich 1986 dazu, dass sich eine kleine Gruppe bildete, die sich entschloss, mit Hilfe einer Dorfzeitung diesen Mangel zu beheben, was keineswegs nur auf freundliche Aufnahme stieß.

In der Anfangszeit habe ich noch sporadisch einige kurze Artikel über meine Interessensgebiete geschrieben, später war ich lange Zeit eher nur interessierter Leser. Das änderte sich, als ich gefragt wurde ob ich nicht den Umbruch (also die grafische Gestaltung und Aufbereitung) übernehmen könnte. Das war dann auch von der Ausgabe Nr. 1/2008 bis jetzt für alle Druckausgaben der Fall.

Nachdem absehbar war, dass mit Erscheinen der Gemeindezeitung, die gratis an jeden Haushalt geht, die bisherige Zeitung keine Überlebenschance hat, entschloss sich eine Gruppe diese als Blog weiter zu führen. Damals waren es 4 Druckausgaben pro Jahr – viel zu wenig für einen lebendigen Blog.

Das war für mich einer der ausschlaggebenden Punkte immer wieder einen Beitrag beizusteuern. Worüber kann man wohl öfters etwas schreiben? Natürlich über besondere Interessensgebiete – wenigstens so lange man Hinweise findet, dass es auch andere gibt, die sich dafür interessieren.

Und dann kommen auch immer wieder Situationen bei denen ich mich einfach positionieren möchte, oder die ich zumindest versuchsweise auf ein rationales Maß bringen möchte.

Außerdem denke ich, dass es wichtig ist, dass möglichst viele verschiedene Personen in verschiedenen Altersstufen im Blog vertreten sein sollten um eine große Vielfalt zu gewähren. Und ja, auch sehr unterschiedliche Meinungen und Ansichten können nur förderlich sein. Eine andere Meinung zu etwas zu haben bedeutet nicht persönliche Feindschaft sondern fördert die Diskussionsbereitschaft und im besten Fall einen guten Kompromiss oder sogar die Änderung der einen oder anderen Überzeugung.

Also versucht auch Ihr es einmal. Schreibt etwas über ein Thema das Euch interessiert, erfreut, ärgert oder stört, was auch immer.

Robert Pisch

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Robert Pisch

Robert ist grafischer Facharbeiter in der Druckvorstufe und seit kurzem in Pension. Er hat zuletzt seit mehreren Jahren die grafischen Vorarbeiten für die Druckversion der DZ-Inzing erledigt. Als Mitglied von JUF, seit der Gründung dieser Fraktion, sitzt er die letzten Gemeinderatsperioden auch im Landwirtschaftsausschuss. Sein größtes Interessensgebiet ist die Natur und der Umgang mit ihr. Zusätzlich liebt er es, rein hobbymäßig, zu fotografieren und ist passionierter Fußgänger. In den letzten Jahren ist er auch auf den Geschmack und den Reiz von “Weitwanderungen” gekommen. In den sporadischen Beiträgen möchte er diese Interessensgebiete und daraus gewonnene Erfahrungen näher bringen und hofft dabei auch, die eine oder andere Diskussion “anzuzetteln”.

Alle Beiträge ansehen von Robert Pisch →

Ein Gedanke zu “Wie kommt man dazu?

  1. Lieber Robert,
    deine Vogelbeobachtungen im DZ Blog haben mich dazu gebracht, bei den Vögeln in meinem Garten genauer hinzuschauen und inzwischen kann ich schon Feldsperling und Haussperling unterscheiden, danke dir!
    Die letzten beiden Absätze deines Beitrags oben sprechen mir aus der Seele. Hoffentlich rafft sich mal jemand auf und probiert auch einen neuen Beitrag zum Blog!

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