27. Februar 2024
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Der Advent ist auch heuer wieder nicht das Gleiche

Lesedauer ca. 2 Minuten

Ende November schreiben wir schon wieder. Das Jahr vergeht wie im Flug und auch dieses war und ist auf seine ganz eigene Art besonders. Nach den vergangenen Jahren mit Pandemie und den darauffolgenden wirtschaftlichen Verwerfungen, gibt es nun mehr kriegerische Auseinandersetzungen in unserer unmittelbaren europäischen Nähe, nebenbei hohe Teuerungsraten, die zunehmende soziale Kälte in der Gesellschaft und über allem droht die globale Erwärmung, wie ein Hintergrundphänomen, das sich nicht mehr wegdenken lässt. Dies stimmt einerseits melancholisch, andererseits empfinde ich die aktuelle Weltlage deprimierend: Wofür lohnt es sich, im Kleinen weiter zu machen?

Alle Bilder: pixabay

Im Angesicht großer und kleinerer, ganz persönlicher Krisen ist es schwierig, gerade zu einer besinnlichen Zeit voller Feiern mit lieben Menschen fröhlich zu bleiben. Die Adventszeit fühlt sich für mich seit Längerem nicht mehr so an, wie sie es immer tat: lustige Treffen, viele Besuche, viele Winterausflüge, jede Menge Natur und Kerzenlicht zuhause. Die Teuerung bremst die Lust, kostspielige Ausflüge zu unternehmen. Auf Skipisten, auf denen schon lange im November und Dezember kein Schnee mehr liegt, laden nicht zum hinunterkurven ein. Und ich spüre um mich herum, dass die Menschen mehr und mehr darüber nachdenken, wie sie für sich persönlich dennoch eine gute Zeit haben können. Ich finde, durch kleine Dinge, zum Beispiel, indem man sich persönlich ehrenamtlich in der Gemeindearbeit oder einem Verein engagiert, gewinnt man ein Stück weit Handlungsmacht und Selbstwirksamkeit zurück.

Ich finde es schön, dass wir gerade in der Weihnachtszeit darauf achten, Zeit mit unseren Lieben zu verbringen – so gut das eben geht. Denn wenn wir uns im Kleinen austauschen und durch gute Taten das Leben zumindest in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ein kleines bisschen besser machen können, ist schon sehr viel getan. Gerade deshalb ziehe ich regelmäßig meinen Hut vor Personen, die freiwillige Arbeit leisten oder in ihrem Beruf tätig sind, während andere feiern (zum Beispiel die Feuerwehr). Das gibt uns erwiesenermaßen ein Gefühl der Kontrolle zurück und es lässt uns sich mit anderen verbinden, was sich heute wichtiger denn je finde.

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