28. Juli 2021
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Elfriede Hammerl: Von Liebe und Einsamkeit

Lesedauer ca. < 1 Minute

Leider klingt der schwache Titel nach Herz-Schmerz, dabei erzählt Elfriede Hammerl in diesen listigen Geschichten von so viel mehr. Wer ihre Kolumne im Profil kennt, weiß, sie ist eine genaue Beobachterin unserer Gesellschaft. Und so spielen in der Sehnsucht nach und dem Scheitern von Liebesbeziehungen immer auch die Herkunftsfamilien und das gesellschaftliche Umfeld der Figuren eine wesentliche Rolle.

Die Strategien, die eine geduldete Ziehtochter in ihrer Jugend entwickelt hat, um Verletzungen zu vermeiden, machen sie als Erwachsene vielleicht verführerisch, aber auch unfähig, sich wirklich auf ein anderes Ich einzulassen. Zwei Teenager, die eine aus gutbürgerlichem, der andere aus prekärem migrantischen Milieu, kommen trotz gutem Willen nicht zusammen, weil ihre Erfahrungen mit der Welt himmelweit auseinanderklaffen.

Und dann ist da noch das schlechte Gewissen, Gift für die Kommunikation zwischen den Generationen, wie in der hinterhältigen letzten Geschichte. Um dieses schlechte Gewissen zu beruhigen, braucht es Ersatzhandlungen, die eine rüstige ältere Dame in eine hilflose Alten zu verwandeln drohen.

„Die Männer und Frauen in Elfriede Hammerls Erzählungen haben Ecken und Kanten, Sehnsüchte und Ängste, Fehler und Schwächen – gerade deshalb gehen sie einem so nahe.“ (Klappentext)

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Brigitte Scott

Brigitte Scott

Brigitte Scott lebt seit 20 Jahren in Inzing und ist hier im Chor Inigazingo, im Kulturausschuss als Vertreterin der Liste JuF und im Kulturverein aktiv. Bis zum Ende der gedruckten Dorfzeitung war sie viele Jahre deren (Mit)herausgeberin und vor allem an Kulturberichterstattung interessiert. Brigitte ist ursprünglich aus Salzburg und lebte 16 Jahre in England. Ihrem Beruf als Übersetzerin und Lektorin geht sie in reduziertem Umfang auch jetzt in der Pension noch nach. 2009 engagierte sie sich im Projekt Radio Enterbach und davor im Literaturprojekt Andern(w)orts, beide vom Kulturverein. Sie liebt Musik, als Chorsängerin und als rege Besucherin von Konzerten. Sie ist Mitglied des English Reading Circle, der sich jedes Monat trifft, um ein bestimmtes Buch zu besprechen, natrürlich auf Englisch. Sie gartelt mit Freude, aber hauptsächlich nach der Methode "Versuch und Irrtum". Trotzdem findet sie immer wieder genug zu ernten, um ihrer Kochleidenschaft zu frönen. Saisonale und indische Küche, die sie in England erlernt hat, liebt sie besonders - und ihre Gäste ebenfalls.

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