1. Februar 2026
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Inzinger Häuserkatalog aus den 1920er Jahren / Teil 3

Josef Schatz
Lesedauer ca. 4 Minuten

Von Josef Schatz

Der ehemalige Chronist Josef Schatz (1842 – 1929) hatte im Jahr 1924 in einem kleinen Büchlein die damals existierenden Häuser in Inzing dokumentiert.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Adele und Peter Schatz sowie Ernst Pisch vom Inzinger Chronikteam dafür, dass diese einzigartige Sammlung im BLOG der DZ in Form einer Serie publiziert werden kann.
Die Beschreibungen werden originalgetreu wiedergegeben.
Die im Text öfter vorkommenden Adjektiva “heute”, “gegenwärtig” etc. beziehen sich auf die 1920er Jahre!
DZ Redaktion

Haus Nr. 100/101

„Wensersattler“ früher Augsburger, um 1893 Johann Trenkwalder, ab 1913 Markt Rosa und Maria, ab 1913 Walch Josef, ab 1934 Walch Josef, ab 1947 Walch Rosa und Kinder, b 1958 Walch Paul

Haus Nr. 100

Vor 100 Jahren waren 4 ledige Geschwister FRITZ, Josef, Peter, Martina u. Heinrich Besitzer. Dann kam Ambros Scharmer, dann kaufte es Josef Walch (Sattler) welcher heute Besitzer ist.

Haus Nr. 101

War Rosina Gratl (vulgo Gratls Rosl) Besitzerin. Nachher kam  Giedes Rosl als Besitzer. Hernach kaufte es Leopold Gaßler. Hernach kaufte es Johann Trenkwalder (vulgo Augsburger), dann kaufte es wieder der Nachbar Josef Walch, wo heute sein Sohn Alois Walch (Satler) Besitzer ist.


Häuser Nr. 102-103

„Pöcher“, war früher Doppelhaus Anteil1: ab 1903 Peter Wild ab 1954 Paul Wild Anteil2: 1903 Peter Wild 1/2 Johann Walcher 1/2 1905 kaufte Peter Wild den Anteil von Johann Walcher und war somit Alleinbesitzer

In diesem Haus waren früher 2 Parteien. Die hintere Partei war Josef Spiegl (vulgo Goberer) mit seiner Familie: Weib Klara, drei Söhne Johann, Vinzenz Ferdinand und seine Tochter Maria. Nach dem Tod des Vaters  bewohnten die Geschwister dieses Haus und später verkauften sie es an den Nachbarn Josef Neuner.

Dieses bewohnte bereits vor 100 Jahren Georg Neuner (vulgo Stanzeler)
Nach seinem Tod ging es auf seinen Sohn Josef über. Dieser hatte einen Sohn ebenfalls Josef und ein Mädchen.
Dieser verkaufte es dann an Josef Wild. Nach seinem Tod ging es auf seinen Sohn Peter Wild über, welcher jetzt Besitzer ist.


Haus Nr. 105

„Heiss“ um 1889 Heiss Anton ab 1905 Heiss Josef und 3 Mitbesitzer ab 1911 Heiss Maria, vereh. Schweitzer, ab 1948 Schweitzer Anton, ab 1976 Raich Annemarie geb. Schweitzer

War vor ungefähr 90 Jahren Anton Heis Besitzer. Er hatte eine große Familie und wurde 82 Jahre alt.
Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Engelbert Heis das Anwesen, welcher aber nach kurzer Zeit starb.
Da waren noch zwei ledige Geschwister Paulina und Anna, welche die Erben waren. Paulina hatte ein außereheliches Kind namens Maria. Diese heiratete einen gewissen Markus Schweizer, welcher dann das Haus übernahm und heute Besitzer ist.


Häuser Nr. 106/107

„Krimpeller“ Metzger um 1900 Oberthanner Josef ab 1952 Oberthanner Hermann

Haus Nr. 106

Ehemaliger Besitzer war Johann Sarg (vulgo Oberperfer Hansl). Nach seinem Tod ging es auf seinen Sohn Andrä Sarg über. Dann kauften es die Geschwister Alois und Kreszenzia Walch (vulgo Sattler Lius Tischler).
Nach dessen Tod erbte es ihre Nichte Lina Walch, welche sich mit Josef Kastlhuber (Kastnhuber?) verehelichte und heute gemeinschaftlich Besitzer sind.

Haus Nr. 107

War Engelbert Markt Besitzer, dann sein Sohn Albert Markt, welcher auch ein Gemischtwarengeschäft hatte. Dieser verkaufte es an Josef Oberthanner und ist gegenwärtiger Besitzer.


Haus Nr. 108

„Simeler im Unterdorf“ um 1903 Gregor und Anna Haslwanter, ab 1923 Josef Haslwanter, ab 1972 Johann Haslwanter,

Waren Schands Geschwister: Michl, Peter, Johann und Anna (alle ledig) Besitzer.

Nach deren Tod wurde es an Gregor Haslwanter verkauft. Gregor war mit Anna Kratzer verehelicht und hatte 3 Kinder,  zwei Töchter namens Maria und Juli und Sohn Josef. Da hat sich dann ein trauriger Zufall ereignet, dass seine ganze Familie in der Zeit von 11 Monaten gestorben ist. Die beiden Schwestern starben an einem Tag und wurden auch gemeinsam in einem Grab beerdigt. Ein paar Monate später starb die Mutter und wieder ein paar Monate später kam aus der Gefangenschaft aus Albanien (?) die traurige Nachricht, dass auch der Sohn gestorben ist. Eine traurige Geschichte für den noch überlebenden Vater Gregor.

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Ein Gedanke zu “Inzinger Häuserkatalog aus den 1920er Jahren / Teil 3

  1. Vielen Dank allen Chronisten für ihren eigentlich unbezahlbaren Einsatz zur Entdeckung und Erhaltung alter Erinnerungen!
    Vielen Dank!!

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