2. Juli 2022
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Im Osten viel Neues

Lesedauer ca. 3 Minuten

Letzte Woche meldete sich eine engagierte junge Dame bei der Redaktion der Dorfzeitung und bot an, für den Blog Beiträge zu schreiben. Sie heißt Sarah Kröll, stammt aus Zirl und ist freie Journalistin am Beginn ihrer Berufslaufbahn. Sie stellt sich hier kurz vor und wird in Folge weitere Artikel beisteuern. Ich freue mich schon auf interessante Beiträge. Herzlichen Dank für die Mitarbeit.

Für die Redaktion: Peter Oberhofer

Guten Tag, oder sollte ich besser sagen Servus, Oida? Ich befinde mich nämlich aktuell in unserer schönen Bundeshauptstadt Wien. Geboren als Zirlerin mit stolzen Inzinger Wurzeln (einen lieben Gruß an meinen leider verstorbenen Opa an dieser Stelle), aufgewachsen als Freigeist und Entdeckerin, hat es mich immer schon in die große, weite Welt hinausgezogen. Das Inntal war mir bald zu eng und so bin ich gleich nach der Matura in die große Stadt „abgehauen“. In Wien habe ich nicht nur studiert, in verschiedenen Jobs gewerkt und wunderbare FreundInnen kennengelernt, sondern vor allem das besondere Flair dieser Stadt kennen und lieben gelernt. Mehr als sieben Jahre kehrte ich nicht mehr heim. Doch im letzten Jahr hat es mich, auch der Liebe wegen, wieder nach Tirol verschlagen und was soll ich sagen? Daheim ist es doch am schönsten. Kitschiger Spruch, mit ganz viel Wahrheit darin.

Aber jetzt bin ich wieder hier. Wien hat mich gerufen, oder besser gesagt, der ORF hat an meine Tür geklopft. Ich absolviere aktuell ein Praktikum im größten Medienbetrieb des Landes am Küniglberg im mondänen Hietzing, gar nicht weit vom Tierpark und Schloss Schönbrunn. In meiner Abteilung „Public Value“ geht es um die grundsätzlichen Fragen: Was ist eigentlich Medienqualität? Was soll der ORF den Menschen bringen? Wozu brauchen wir (noch) Öffentlich-Rechtliche Medien bzw. hat das lineare Fernsehen nicht in Wahrheit längst ausgedient? Man denke an Plattformen, wie Netflix, Sky und Co.

Sieht von meiner Generation (Generation Z) eigentlich überhaupt noch jemand Fernsehen? In meiner täglichen Arbeit beschäftige ich mich damit, wie der ORF sein Angebot verbessern kann, wie er die Menschen erreichen kann, ob und wie er eine Relevanz hat. Es geht viel um die demokratiepolitische Mission: Qualitativ hochwertige Medien tragen dazu bei, dass sich die Menschen eine eigene informierte Meinung bilden können. Das ist die Basis für jeden Diskurs in unserer Gesellschaft und deshalb gerade in aktuellen Zeiten wichtiger denn je. Wie kommen wir noch miteinander ins Gespräch, wenn wir uns auf unsere individuell auf uns zugeschnitten Facebook-Filterblasen zurückziehen?

Beide Bilder: ©ORF/Isabelle Richter

Das ist alles superspannend für mich und ich finde es toll, einen Einblick in die Arbeit von Menschen zu erhalten, die sich der Wichtigkeit ihrer Tätigkeit bewusst sind und Verantwortung übernehmen. Ich durfte bereits die Bekanntschaft vieler JournalistInnen machen, die ich äußerst inspirierend finde. Und um ehrlich zu sein, hoffe ich doch sehr, eines Tages in die Riege dieser Top-RedakteurInnen aufgenommen zu werden. Wer weiß, was die Zukunft bringt?

In wenigen Wochen jedoch geht es erstmal wieder zurück ins schöne Tiroler Land und darauf freue ich mich natürlich ebenso sehr. Die Heimat kriegt man nicht so leicht aus einem Menschen, auch wenn man es noch so sehr versucht …

Bis zum nächsten Mal!

Bussi, BABA! Und einen lieben Gruß aus Wien, Sarah Kröll

PS: Ich empfinde es als eine große Ehre, ins Team der Inzing-BloggerInnen aufgenommen worden zu sein. Deshalb interessiert mich Ihre Meinung natürlich sehr. Schreiben Sie mir, wie Ihnen der Artikel gefallen hat bzw. worüber Sie denn gerne lesen würden!

Links zum Weiterlesen:

Der ORF
https://der.orf.at/

„Public Value“ – was ist das eigentlich?
https://der.orf.at/unternehmen/aktuell/2021_22-pv-bericht-3teil100.html

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2 Gedanken zu “Im Osten viel Neues

  1. Liebe Sarah Kröll,
    wie cool ist das denn: eine neue DZ-Bloggerin und quasi bereits Profi! Willkommen! Ich würde gerne mehr lesen über die Argumente für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber auch über die Möglichkeiten und Strategien der heute jungen Erwachsenen, beruflich Fuß zu fassen (nicht nur, aber auch in den Medien).
    Und vielleicht erklärt mir mal jemand, was so toll daran ist, mehrere (mehr als 2) Folgen einer Serie hintereinander anzusehen (binge watching)? Ich habe mich immer auf den nächsten Termin gefreut, darauf, dass die Geschichte weiterging oder auf eine neue in sich geschlossene Folge. Dass ich da nicht allein bin, zeigt wohl der Tatort immer noch am selben Sendeplatz.
    Und ein Artikel über die verschiedenen Zusatzangebote des ORF wie Ö1 club, Reisen, Wein, etc. und ORF Merchandise wäre auch interessant.
    Liebe Grüße
    brigitte scott

    1. Hallo Brigitte,
      Vielen Dank für deine wertvollen Anregungen. Gerne greife ich mehr zum Thema Medien und Qualität auf.
      Liebe Grüße aus Wien!

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