27. Oktober 2020

Aus dem Gemeinderat

©Luis Strasser
Lesedauer ca. 3 Minuten

30km/h im Ortszentrum
Ein Antrag der Klimabündnisgruppe vor etlichen Jahren, eine Unterschriftenaktion unterzeichnet von 500 Bürger/innen, eine geforderte Maßnahme im Zuge des Audits „Kinder- und familienfreundliche Gemeinde“  – all diese Vorbereitungen haben die Gemeinde im Oktober 2019 dazu veranlasst, an die zuständige Behörde einen Antrag auf 30km/h im Ortszentrum zu stellen.
Dann ging alles sehr rasch und nach Vorlage eines Gutachtens (Kosten dafür 2500€) und einer Verhandlung im Jänner2020 wurde nun auf der Landesstraße durch Inzing zwischen dem Buchweg und dem Schretterweg eine Geschwindigkeitsbeschränkung erlassen. So ablehnend die Behörden bis vor kurzem waren, so überraschend schnell wurde der Antrag der Gemeinde nun behandelt. Das zeigt, dass wohl allgemein nun ein Bewusstsein herrscht, dass die Straßen nicht mehr allein den Autos gehören.
Das Echo auf diese Maßnahme ist durchwegs positiv und es wurden von der Polizei schon mehrmals Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen. Die beste Verkehrsberuhigung wird man natürlich dadurch erreichen, dass möglichst viele Bürger/innen im Dorf auf das Auto verzichten und sich mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß fortbewegen.

Radverkehr
Um den Radverkehr attraktiver zu machen hat sich die Gemeinde ja auch an dem Projekt „PRO- BYKE“ des Klimabündnis Tirol beteiligt. Eine der Maßnahmen daraus ist ebenfalls bereits in Umsetzung:
Die Anschaffung neuer Radabstellanlagen für das Gemeindeamt, den Kirchplatz und die Schule wurde im Gemeinderat beschlossen. Weitere neue Radabstellanlagen sollen in den nächsten zwei Jahren angeschafft werden.

Neugestaltung des Spielplatzes „Murkapelle“
Die Neugestaltung des Spielplatzes „Murkapelle“ ist ebenfalls kurz vor Beginn. Heuer soll die obere Hälfte mit einem Budget von 25.000€ neu gestaltet werden. Herzstück ist ein „Matschbereich“ in dem ein Wasserlauf hin zur Sandkiste neu angelegt wird. Einen neue Sitzarena, Bäume und ein zweiter Eingang vom Enterbachweg her sollen den Spielplatz attraktiver werden lassen.
Die Pachtverträge für die Spielplätze wurden wieder verlängert. Für den Spielplatz Brechtenweg bis 2026, für den Spielplatz Murkapelle bis 2036.

Projekt „Pumptrack“
Der Verein B.O.I. hat im Sportausschuss sein Projekt Pumptrack“ vorgestellt. Das ist eine Anlage für Radfahrer/innen um Fahrtechnik zu trainieren. Auf dieser Strecke sollen Kinder Fahrtrainings erhalten und ev. auch Kurse für E-Bikefahrer/innen abgehalten werden. Die Anlage soll öffentlich zugänglich sein. Der Pumptrack soll nördlich des Trainingsplatzes zwischen dem Jugendaußenaufenthalt und dem Bauernstadl entstehen. Der Grund ist bereits als Sportanlage gewidmet und wird von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass der Verein nach Vorlage eines Finanz- und Umsetzungskonzept diesen Pumptrack errichten kann.

Neubesetzung der Raumplanung
Da der bisherige Raumplaner der Gemeinde in Pension ging, wurde nach einer Klausur, in der sich 3 Büros vorstellten, ein neuer Raumplaner ausgewählt. Das Büro DI St. Brabetz aus Telfs wurde einstimmig ausgewählt, wohl nach dem Motto „small is beautiful“, aufgrund der örtlichen Nähe und auch weil DI Brabetz als Architekt einen Schwerpunkt auf Ortsbildgestaltung legt. Der Raumplaner ist für alle raumplanerischen Angelegenheiten (Gutachten, Raumordnungskonzept…) zuständig.

Asphaltierungsarbeiten
Für die im Budget mit 250.000 € vorgesehenen Asphaltierungen wird wieder die Fa. Strabag beauftragt, da einige Arbeiten von 2019 noch nicht erledigt werden konnten und die Fa. zum gleichen Preis wie 2019 mit einer Indexanpassung von 1% sicherlich wieder den besten Preis anbietet. Im Jahr 2021 sollen die Asphaltierungsarbeiten wieder ausgeschrieben werden.

Hundehaltungsverordnung
Die Hundehaltung ist nun landesweit über das Landespolizeigesetz geregelt. Im Ortsgebiet gilt entweder Leinen oder Maulkorbpflicht, ausgenommen an frequentierten Plätzen wie Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, wo Leinen – und Maulkorbpflicht herrscht.
Für das restliche Gebiet Inzings wurde daher eine neue Hundehaltungsverordnung erlassen. Diese Verordnung gilt außerhalb des Ortsgebietes und sieht eine Leinenpflicht auf allen Wegen – außer zwei Freilaufstrecken (Richtung Zirl nördlich der Bahn und südlich der Autobahn) – vor.

JAHRESRECHNUNG 2019

In der Sitzung am 12.3. wurde die Jahresrechnung für 2019 vorgelegt und einstimmig vom Gemeinderat angenommen.
Nach dem Voranschlag waren Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 11,168 Mio € vorgesehen. Tatsächlich konnte ein Überschuss von 1,7 Mio € erwirtschaftet werden.
Der Schuldenstand der Gemeinde belief sich mit 31.12.2019 auf 6,287 Mio €, davon entfallen ca. 3,4 Mio € auf die Schulden für die Erneuerung der Trinkwasserversorgung. Im Jahr 2019 wurden Schuldenrückzahlungen in der Höhe von 576.000 € getätigt.

Der Verschuldungsgrad der Gemeinde stieg gegenüber 2018 nur sehr leicht von 29,17% auf 30,93%.

Die Immobilien KG der Gemeinde (zur Sanierung der NMS gegründet) hat einen Schuldenstand von 2,966 Mio € (diese Schulden bestehen zusätzlich zu den 6,2 Mio Schulden aus dem Gemeindehaushalt) und bilanzierte mit einem Überschuss von 1470 € fast ausgeglichen.

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Renata Wieser

Renata Wieser

Seit 1991 Inzingerin 1995 Gründungsmitglied der Winzinger Mitbegründerin der Initiative “Inzinger Ferienspaß” Seit 2002 Gemeinderätin Mitglied der Klimabündnisgruppe und des Freundeskreises für Integration 1999-2019 Sekretärin der Landesmusikschule Zirl Verheiratet, 4 erwachsene Kinder

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2 Gedanken zu “Aus dem Gemeinderat

  1. Vielen Dank, dass du auch im Ausnahmezustand die Gemeindeinfo aufrecht erhältst. Ich freue mich besonders über den “Innenstadt”-30er. Er macht meinen Weg zum Bäcker und zum Bauernladen deutlich angenehmer und sicherer!

  2. Ja der 30er trägt wohl zur Verkehrsberuhigung im Dorf bei. Obwohl es derzeit sowieso recht ruhig ist in Inzing. Und das ist auch gut so. Denken wir daran, dass es darum geht eine Ansteckung möglichst zu vermeiden, damit hoffentlich sobald als möglich der gewohnte alltag wieder eeinlkehren kann.
    Die Entschleunigung tut auch der Umwelt gut und sie regt uns alle und – obwohl es manche sicher hart treffen wird – auch die Wirtschaft dazu an darüber nachzudenken, was wir wirklich brauchen.

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