1. Februar 2026
Newsletter   

Aus dem Garten auf den Tisch

Foto: Brigitte Scott
Lesedauer ca. 2 Minuten

Noch ist Kirschenzeit und Kirschen müssen bekanntlich rasch geerntet und verarbeitet werden.

Was machen Sie daraus?

Ich entkerne die Kirschen sofort nach der Ernte und friere alles, was ich nicht sofort verwende, in 500 g Portionen ein.

Kirschenmarmelade gelingt gut mit 2:1 Gelierzucker, obwohl es immer hieß, nur Weichseln eigneten sich für Marmelade, was ich nicht bestätigen kann.

Kirschenkompott zum Kaiserschmarrn ist natürlich auch eine köstliche Sache.

Quasi eine kombinierte Variante davon ist das französische Dessert Clafoutis.

Für 4 Personen aus 3 Eiern, 3 EL Mehl, 3 EL Zucker und ca. 300 ml Milch eine Art Palatschinkenteig rühren, in eine gefettete feuerfeste Form gießen, 500g entkernte Kirschen darüber verteilen und das Ganze bei 210 Grad etwa 20 min im Ofen backen.

Mit einer Gemüsesuppe vorher macht das Clafoutis eine schöne Hauptmahlzeit.

Kirschkuchen ist immer gut. Ich bin für die einfachen Varianten, z.B. diese:

je 200 g Butter, Zucker, Mehl, 4 Eier.

Butter, Zucker, Eier schaumig rühren, Mehl dazu, in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form leeren und 500 entkernte Kirschen darauf verteilen. Schmeckt auch sehr gut, wenn man einen Teil des Mehls durch geriebene Nüsse ersetzt oder etwas geriebene Schokolade hinzufügt. Bei 170 Grad je nach Form 25-40 min backen.

Als nächstes werden die Ribisel reif. Ich esse sie am liebsten mit Himbeeren, ev. letzten Kirschen und Erdbeeren und ein paar gekauften Heidelbeeren als Rote Grütze:

750 g gemischte Beerenfrüchte mit 5 EL Zucker sanft aufkochen. Wer mag, kann einen Schluck Kirschlikör einwerfen, muss aber nicht sein. 1 gehäuften EL Maizena in wenig kaltem Wasser anrühren und in die heißen Beeren einrühren, bis die Menge anfängt anzudicken. In eine schöne Schüssel füllen und kalt stellen.

Rote Grütze kann man ganz klassisch zu Griesschnitten essen (Gries wie Polenta zubereiten, auf ein Blech streichen und erkalten lassen, ev. in Rauten geschniten in Butter kurz anbraten), leichter und wohl am beliebtesten ist sie zu Vanilleeis. Mein Favorit ist Rote Grütze zu nur schwach gesüßter Topfencreme.

Der beste Ribiselkuchen ist wohl der mit einem Mürbteigboden und Eischnee über den Früchten.

Für den Mürbteig 170 g Mehl, 140 g Butter, 2 Dotter und 70 g Zucker zu einem Teig verkneten, 30 min kalt stellen. Auf einem gut gefetteten Blech am besten mit dem Handrücken verteilen (lässt sich nicht gut ausrollen), 300-400 g Ribiseln darauf verteilen, darüber den Eischnee (mit Vanillezucker aufgeschlagen). Bei 170 Grad backen, bis der Eischnee goldbraun ist (mind. 15 min, danach aber dranbleiben, es kann schnell zu dunkel werden).

Diesen Artikel teilen:

Brigitte Scott

Brigitte Scott lebt seit dem Jahr 2000 in Inzing und ist hier als Gemeinderätin und im Kulturausschuss als Vertreterin der Liste JuF aktiv. Bis zum Ende der gedruckten Dorfzeitung war sie viele Jahre deren (Mit)herausgeberin und vor allem an Kulturberichterstattung interessiert. Brigitte ist ursprünglich aus Salzburg und lebte 16 Jahre in England. Ihrem Beruf als Übersetzerin und Lektorin geht sie in reduziertem Umfang auch jetzt in der Pension noch nach. Als begeisterte Leserin engagierte sie sich in Literaturprojekten des Kulturvereins und steuert Buchbesprechungen für den DZ-Blog bei. Aus Freude am Garteln hat sie zusammen mit Sandra Milne-Skinner die Leitung des Obst- und Gartenbauvereins Inzing übernommen und hofft, interessante Themen für lokale Gartenbegeisterte anzubieten und den Austausch zu fördern. Dazu gehört auch der Weg aus dem Garten auf den Tisch.

Alle Beiträge ansehen von Brigitte Scott →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert