30. November 2020
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Sitzung des Gemeinderates im Oktober

Lesedauer ca. 5 Minuten

In diesem besonderen Jahr fiel erstmals auch die September – Sitzung des Gemeinderates wegen zu wenig Tagesordnungspunkten aus.

In der Oktobersitzung berichtete der Bürgermeister über die am 23.9. stattgefundene Planungsverbandssitzung in Inzing. Es sind für 2021 wieder Corona Sonderförderungen des Landes in Aussicht gestellt. Die voraussichtlichen 80 Mio€ sollen dann je nach Finanzkraft der Gemeinden verteilt werden. Die Planung der Umfahrungsstraße von Hatting wurde mit dem Land abgestimmt und auch eine zweite Variante direkt zum Personalshop in Polling ist in Prüfung. Diese ist aber viel teurer und schwerer durchführbar.

Weiters berichtet der Bürgermeister über die in der europäischen Mobilitätswoche stattgefundene Radtour durch die Region. (siehe auch Beitrag vom 7. Oktober von P. Oberhofer).

Radtour durch die Region. Auf der neuen Innbrücke zwischen Unterperfuß und Zirl.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit haben die Bürgermeister von Inzing, Kematen und Zirl einen Antrag für ein regionales Abfallwirtschaftskonzept gestellt. Der Bürgermeister beauftragt den Umweltausschuss, sich mit diesem Thema zu befassen bzw. Möglichkeiten zu prüfen.

Für die Post Partnerstelle in Inzing konnte nun eine Lösung gefunden werden. Da der Betreiber – Trafik Glatz – wegen der geringen Provisionen die Postpartnerschaft kündigen wollte und es keinen sinnvollen Ersatz in Inzing gibt, hat nun die Fa. Mpreis einen Mietnachlass zugesagt und die Gemeinde wird eine einmalige Unterstützung von 1500€ gewähren.

Die Fassadenrenovierung der Pfarrkirche wurde heuer nun abgeschlossen. Die Pfarre hat wie bei den letzten Renovierungen wieder ein Ansuchen an die Gemeinde um Beteiligung an den Kosten gestellt. Der Kostenvoranschlag für die Renovierung betrug 123.000€ und die Pfarre bittet wie in den letzten Jahren um einen Zuschuss der Gemeinde in der Höhe von 25.000€. Der GR beschließt mit 14 Ja- und 1 Nein-Stimme eine Förderung dieses Vorhabens in der Höhe von 30.000€.

Die Fassade der Pfarrkirche erscheint nach den Renovierungs- und Malerarbeiten in neuem Glanz.

Da seit einiger Zeit die Zinsindikatoren für Darlehen negativ sind und diese Konditionen bisher von den Banken nicht an die Kunden weitergegeben wurden, gab es für Privatkunden bisher einige Rechtsurteile, die die Banken verpflichten, die Negativzinsen an die Kunden weiterzugeben. Für Firmen und Institutionen gibt es noch keine Urteile und diese müssen ihre Ansprüche auch alle einzeln einklagen. Die noch laufenden Kredite der Gemeinden wurden daher geprüft und es betrifft in Inzing zwei Banken. Mit der Hypo Tirol wurde ein Verjährungsverzicht vereinbart. Die Raffeisenbank Telfs hat eine Konditionsanpassung für die bei ihr laufenden drei großen Kredite angeboten. Der Gemeinderat beschließt mit 12 Ja-Stimmen, bei 3 Enthaltungen das Angebot der Raika Telfs anzunehmen.

Der Obmann des Landwirtschaftsausschusses berichtet von der Sitzung am 21.9.20.

In Vertretung des Almmeisters legt der Obmann den Bericht über das Almjahr 2020 vor. Die Almsaison dauerte heuer 10 Tage länger als im langjährigen Durchschnitt. Es wurden 210 Großvieheinheiten aufgetrieben und es gab keine nennenswerten Viehschäden durch Abstürze, Wolfsrisse, Unwetter etc. Auch die Almgastwirtschaft war gut geführt und gut besucht.

Der Almpächter hat um Verlängerung der Pacht angesucht und der Gemeinderat beschließt einstimmig, die Alm im Jahr 2021 wieder an Werner Leitner zu verpachten.

Die Bauarbeiten für den Forstweg am Kienberg wurden an die Fa. HTB vergeben. Die Förderfreigabe erfolgte Ende September.

Für die Pumptrack Anlage unter dem Trainingsplatz liegen nun alle Baubewilligungen vor und ein Ansuchen um Förderungen wurde beim Land eingereicht. Diese Radtrainingsstrecke soll im Frühjahr 2021 dann errichtet werden. Als Bauherr tritt die Gemeinde auf, die Erhaltung und der Betrieb der Anlage erfolgen durch den Verein BOI (Berg oifahrn Inzing).

Unterhalb des Trainingsplatzes wird der Pumptrack entstehen (zwischen Jugendaufenthaltsbereich und Stadel).

Der Obmann berichtet weiters über eine Anfrage der Rangger Köpfl Bergbahnen, auf Inzinger Grund am „Filz“ in einer natürlichen Senke einen Speicherteich für eine Beschneiungsanlage zu errichten. Dieser Speicherteich ist Voraussetzung für eine geplante Verlängerung der Gondelbahn (Kombibahn aus Sessellift und Gondeln) bis auf den Gipfel des Rangger Köpfls. Dazu waren am 18.9. Vertreter des Aufsichtsrates und ein von den Bergbahnen beauftragter Geologe zu einem Gespräch mit Gemeindevertreter/innen in Inzing. Lt. geologischem Gutachten ließe sich am geplanten Standort am „Filz“ der Speicherteich gut verwirklichen. Er sollte ca. 18.000m² groß werden. Die Wasserzufuhr würde aus Oberperfer Quellen erfolgen und die Ableitung zu den Beschneiungsanlagen könnte großteils hydraulisch erfolgen. Der Bgm. äußerte Bedenken, ob in Inzing dieser Standort für gut befunden wird. Er wird noch Stellungnahmen der Ortsbauernschaft und der Jäger einholen.

Die Obfrau des Generationenausschusses berichtet von der Sitzung am 1.10.20

Die Erneuerung des Spielplatzes Murkapelle kann nun doch durchgeführt werden. Die Planungen sind abgeschlossen und die Errichtung der neuen Spiel- und Sitzmöglichkeiten ist für das Frühjahr 2021 geplant. Für den neuen Matschbereich, eine Einfassung der Sandkiste, einen neuen Eingang vom Toblatnerweg her und die neuen Sitzgelegenheiten sind 28.000€ vorgesehen.

Spielplatz bei der Murkapelle. Hier entstehen neue Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Auch der Plan, in Inzing Begegnungsplätze zu schaffen, soll umgesetzt werden Dazu wurden nun einige Plätze definiert, an denen Ruhe und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen, bzw. eine ansprechende Gestaltung diese Plätze aufwerten soll. Vorgesehen sind der Platz gegenüber der Murkapelle oberhalb des Schwimmbades, Der „Brunnenplatz“ in der Bahnstraße, der Kirchplatz und ev. das Prantbödele.

Die Planung für die Umgestaltung u.a. dieses Platzes in der Bahnstraße ist im Laufen.

Unter Allfälligem fragt GR Schärmer an, warum das Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit nicht mehr weiter verfolgt wird, bzw. warum es keine weiteren Treffen mehr gab.

GR Gspan macht darauf aufmerksam, dass durch den Unkrautwuchs auf den Gehsteigen Folgeschäden zu erwarten sind. Er möchte dafür Mittel im Budget 2021 vorsehen. Der Bgm. erwidert dazu, dass dieses Problem schwer in den Griff zu bekommen ist, da ja Glyphosat nicht mehr verwendet wird, und dass damit alle Gemeinden zu kämpfen haben.

Unkraut am Angerweg. Alle Fotos: Peter Oberhofer
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Renata Wieser

Renata Wieser

Seit 1991 Inzingerin 1995 Gründungsmitglied der Winzinger Mitbegründerin der Initiative “Inzinger Ferienspaß” Seit 2002 Gemeinderätin Mitglied der Klimabündnisgruppe und des Freundeskreises für Integration 1999-2019 Sekretärin der Landesmusikschule Zirl Verheiratet, 4 erwachsene Kinder

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