14. Mai 2021
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Beobachtungen im Alltag…

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Lesedauer ca. 3 Minuten

Neulich im Zug…

…. kam mir beim Beobachten der anderen ohne Ausnahme korrekt geschützten Mitreisenden mit den weißen FFP2-Masken vor Nase und Mund, dem 2-m-Abstand zwischen allen und den vermuteterweise kürzlich zum wiederholten Mal desinfizierten Händen der wunderbare Gedanke:

nix    …..  nix los heit ….  Hmh …… Es ist nichts passiert, nichts vorgefallen, nichts ist wem heruntergefallen, niemand ist auf wen anderen hereingefallen, niemand über wen anderen hergefallen, keine wilden eukalyptischen, äähhhmmm apokalyptischen Reiter(*innen ? Darf/soll/kann man das historisch gesehen gendern … ?  😉 ) sind vom Himmel gefallen …

Gut, mir ist auch nichts wie Schuppen von den Augen gefallen …. Das sei mir für diesmal verziehen. Jedenfalls: Schlicht nix ist passiert, neulich im Zug …

Knapp zusammengefasst:   himmlisch – paradiesisch – nirvana-gleich

Bedeutet somit für Sie, geschätzte Mitreisende und Mitlesende:

Bitte lehnen Sie sich bequem in Ihren Zugsitzen zurück und genießen Sie den brandaktuellen DZ-Artikel. Zur Erholung von unser aller seit einem Jahr noch eigenartigerem Alltag müssen Sie sich für die kleine Zeiteinheit dieser Lektüre ausnahmsweise nicht mit C….. und allen politischen Gedanken dazu herumschlagen. Auszeit von: „Bin ich für ….. oder gegen …. ?“ „Hat jetzt der Dings oder der Dingsbums die letztgültige Weisheit mit dem Löffel gekocht, gegessen und geteilt?“ … Nix davon für diesmal – Kommt eh von selber mit dem nächsten Schnellzug wieder in unser Bewusstsein gerast.

Kleine Pausen sind legitim und gesund.

Also. Weil ja nix war, hat sich mein Gehirn draus einen Reim gemacht und sich das daher so gedacht:
„Suppa – Da hab i ja frei heit!“ Da kann ich mir ja denken, was ich will. Wohlwissend, dass mein Gehirn nicht alles glauben muss, was ich so denke – ja nicht einmal alles glauben muss, was ich so fühle …

Apropos fühlen:

Nach dem Wunsch nach Weltfrieden, der gefühlt und gedacht unbenommen DAS Ziel Nummer 1 auf der international gültigen und mehrfach akkreditierten Wunschliste an die oberste Wunschfee ist, gleich nach diesem Wunsch Nr. 1 kommt – weil heit ja frei und alles Wichtige, Politische, Dringliche Pause hat – sofort auf meiner individuellen Wunschliste an die international zuständige Wunschfee obersten Ranges folgender Wunsch – in dreifacher  Ausführung mit Durchschlag und Zusatzgebührenmarke:

Bitte: Kann einheitlich globale bitte !!!! in Fernsehen und Rundfunk bitte !!!! die Lautstärke von gesprochenem Text und der Musik dazwischen, danach und davor GLEICH laut ausgestrahlt werden und kann die oberste zuständige Rundfunk- und TV-Wunschfee dafür sorgen, dass NICHT die Musik immer 10 Stufen auf der Volume-Skala lauter aus dem Gerät schreit! Bitte! Ich fall regelmäßig vom Stuhl, vom Bett, vom – wo ich halt grade bin und erlebe gefüht – weil hier geht`s ja um Apropos fühlen – jedesmal einen Lautstärkeschocktod.

Pfuh – Jetzt ist`s mal gesagt – jetzt geht`s schon besser … Ich weiß ja nicht, wie ich`s formulieren soll, weil … also, irgendwie nehm` ich`s ja schon fast, also schon, also … richtig persönlich … irgendwer will mir da … mir persönlich zu Fleiß  – ich weiß nicht so recht — wenn ich`s recht überlege, der Bill Gates, der hat ja schon … mit elektronischen Geräten und so …

Und: WWWWWRRRUUMMMMM – Da ist  er schon, der Schnellzug mit den üblen, üblichen Corona-Themen … Verschwörungsgeschwurbel liegt in der Luft … wohin man schaut – oder eben auch nicht richtig schaut…

Aber, Sie müssen zugeben: ganz kurz war nichts, ganz kurz war Ruhe …. 😉

Wie unser  – von mir sehr geschätzte – Danke für Ihre Engagement für Österreich, Herr Anschober!  – bisherige Gesundheitsminister so richtig gesagt hat:

„Leider macht die Pandemie (doch) keine Pause.“ ….

Also dann, liebe Mitreisende und Mitlesende:
Machen Sie es gut, bleiben Sie gesund  und bis zur nächsten Ausgabe von „Neulich im Zug“.

Und immer dran denken: „Das Private ist politisch!“

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Astrid Hofmüller

Astrid Hofmüller

Astrid lebt seit 18 Jahren in Inzing. Sie ist Mitglied des Klimabündnisses, des Sprachcafes und des FKFI in Inzing. Eine besondere "private Vorliebe" hegt sie für den gepflegten Sinn für feinsinnig-kritischen Humor und verfolgt leidenschaftlich, wenn auch vor allem von zuhause aus - die heimische Kabarettszene ... was das nun konkret für sporadische Beiträge in der Dorfzeitung bedeutet, wird sich weisen ... ;-) Getreu dem Motto von Karl Valentin:" Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen."

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2 Gedanken zu “Beobachtungen im Alltag…

  1. Volltreffer, liebe Astrid!
    Und so spielerisch rübergebracht!
    Ich habe mich bisher nicht getraut, das Thema (Hintergrund!!)musik vs gesprochenes Wort in Filmen aufzugreifen, weil ich mich scheute, als “derrische Oide” dazustehen, aber mir haben inzw. auch jüngere Menschen mit besserem Gehör bestätigt, dass sie es als unangenehmes Ungleichgewicht in der Lautstärke empfinden. Fragt sich nur, wohin man die Bitte um mehr Ausgewogenheit am wirksamsten richtet.

  2. Und du hast mir die Worte aus dem Mund genommen. Wie lange schon wundere ich mich immer wofür im Radio und zum Teil auch im Fernseher überhaupt noch gesprochen wird oder Nachrichten kommen, wenn sie anscheinend so uninteressant sind, dass man sie nicht hören soll – wenigstens wenn man die Musik dazwischen auf angenehme Lautstärke stellt.
    Sehr treffend geschrieben.

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