12. August 2020

Alltagsgegrübel

Bild von cromaconceptovisual auf Pixabay
Lesedauer ca. < 1 Minute

Ich tue meinen Job mitnichten,
ich freu‘ mich auf das Mittagessen,
d’rum muss ich wieder einmal dichten,
es ist mit gar nicht zu ermessen.

Das Dichten mich erfüllt mit Freude,
ich blicke in die Richtung Westen,
ich fühl‘ mich wohl in dem Gebäude,
und darf mich wieder einmal mästen.

Ich danke Gott für seine Gnade,
und lebe gern ganz ohne Zweifel,
ich fühl‘ mich wie in’nem Gestade,
und wünsche alles schnell zum Teifel.

Ich bete kurz ohn‘ alles Danken,
denn in der Kürze liegt die Würze,
ich würd‘ gar alles gern verschenken,
und denk‘ an meine vielen Stürze.

Und wieder kommt ´ ne Zigarette,
ich ziehe tief ohne zu Grübeln,
ich denk‘ an Julia die Nette,
sie ist die Quelle jeglich‘ Üblen.

Ich muss jetzt wieder einmal rasten,
Paul Simon ist ins Hirn geschrieben,
es ist die Zeit gar nicht zum Fasten,
ich hätte gern etwas gerieben.

Die Zeit verstreicht schier unaufhörlich,
die Doktor Lorenz weilt im Hause,
und gottseidank bin ich auch ehrlich,
ich bin ja wirklich kein Panause.

Ich leg‘ mich auf ein kurzes Schläfchen,
das Rasten ist für mich sehr wichtig,
ich seh‘ gar viele friedlich Schäfchen,
sie sind in keinem Falle nichtig.

Ich reib am Ende meine Hände,
denn mein Sieg winkt unverdrossen,
ich komme jetzt zu meinem Ende,
es ist ja alles schon verflossen.

Gedicht von Bernhard Kammerlander

P.S.: Ich flüchte in den Keller, mit Rauch geht’s schneller!!!

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