9. Januar 2026
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Sperlinge

In unserem Raum findet man den hier abgebildeten Feldsperling und den Haussperling noch recht häufig. In Höhen über 1900 m auch noch den Schneesperling. Andere Arten sind ausgesprochen selten.
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Das pfeifen die Spatzen von den Dächern“, dass es mehrere Arten von Sperlingen, wie die Spatzen auch genannt werden, gibt. Eine weitere geläufige Redewendung ist, „Besser ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach“.

Viele Sperlingsarten gelten aufgrund ihres bunten Gefieders, ihres lebhaften Charakters und ihrer Geselligkeit in manchen Ländern und Kulturen als Symbol für Treue, Geselligkeit und eine erfüllte, intakte Natur. Einige Arten werden in Vor- und Großstädten überwiegend positiv wahrgenommen, weil sie Ungeziefer und Unkrautsamen vertilgen. Sie sind als kluge und treue Kulturfolger bekannt. Sperlinge werden vom Menschen aber auch negativ wahrgenommen. So gelten sie als Wirtschaftsschädlinge und Krankheitsüberträger, außerdem können sie unerwünschte Neophyten und Unkraut einschleppen. Viele Arten treten meist in riesigen Schwärmen auf, die in ländlichen Gegenden Reis- und Getreidefelder plündern und bei den Landwirten verhasst sind. Das laute Gezwitscher großer Schwärme wird überdies auch als Lärmbelästigung empfunden.

Die Sperlinge gehören zur Unterordnung der Singvögel und werden mit den Stelzen, Braunellen, Webervögeln, Prachtfinken und Witwenvögel heute meist in der Überfamilie der Sperlingsvögel zusammengefasst, deren Verwandtschaft auch durch molekulargenetische Untersuchungen bestätigt wird.

Bei den eigentlichen Sperlingen kennt man 8 Gattungen mit 43 Arten, deren Verbreitung vorwiegend in Eurasien und Afrika liegt, wobei Afrika der Verbreitungsschwerpunkt ist. Einige wenige Vertreter dieser Gattung wurden auch in anderen Kontinenten eingeführt.

In Mitteleuropa kommen der Feldsperling und der Haussperling vor. Etwas weniger bekannt ist der südeuropäische Weidensperling (vorwiegend auf der Iberischen Halbinsel) und der Italiensperling, der in Italien mehr oder weniger den Haussperling ersetzt, sowie der Schneesperling, auch als Schneefink bezeichnet, aus den Hochlagen der Alpen. Und dann findet man rund ums Mittelmeer auch noch den Steinsperling, der früher bis Mitteldeutschland verbreitet war.

Der Feldsperling

Eine der zwei häufigen Sperlingsarten im Talbereich ist der Feldsperling mit seinem typischen schwarzen Wangenfleck. Beim Feldsperling unterscheiden sich die Geschlechter optisch nicht.


Der Feldsperling ist etwas sauberer gezeichnet als der Haussperling und ist insgesamt etwas kleiner und schlanker als dieser. Der Oberkopf und der Nacken sind braun, die Kehle trägt einen kleinen schwarzen Kehlfleck. Die Wangen sind weiß mit einem schwarzen Fleck in der Ohrengegend. Das helle Halsband ist im Nacken fast geschlossen. Die Körperoberseite ist bräunlich mit dunkleren Längsstreifen, die besonders am Rücken und an den Schultern auffallen. Der Bürzel ist gelbbräunlich, der Bauch und die Brust sind braungrau. Die Flügel tragen zwei weiße Binden.

Jungvögel gleichen den erwachsenen Vögeln, sind aber am Oberkopf mehr graubraun. Die Körperoberseite ist blasser mit grauen Längsstreifen, der Wangen- und der Kehlfleck sind bei ihnen noch rußgrau.

Der Wangenfleck kann manchmal, wie hier, auch recht schwach ausgebildet sein. Typisch ist aber auch die rötlich-braune Kopfkappe und der dunkle „Latz“ am Hals.

Der Feldsperling kommt in Europa und Asien von Portugal am Atlantik bis Japan und Indonesien vor. Er fehlt nur im hohen Norden und in einigen im Asiatischen Süden gelegenen Gebieten.

Er ist in Mittel- und Westeuropa weniger an den Menschen angepasst als der Haussperling und deutlich scheuer. In Mitteleuropa fehlt er in der Regel auch im Innenbereich von Dörfern und Städten als Brutvogel, dagegen ist er in einigen Regionen des Mittelmeerraums und Asiens ein ausgesprochener Stadtvogel und besetzt dort die ökologische Nische, die in anderen Regionen der Haussperling einnimmt. Bei uns ist er ein verbreiteter und häufiger Brutvogel des Tieflands. Feldsperlinge sind überwiegend Standvögel.

Wie fast alle Sperlinge ist auch der Feldsperling ein Höhlenbrüter, der gerne alte Spechthöhlen annimmt, aber auch Nistkästen häufig nutzt.


Der Lebensraum sind locker bewaldete Gebiete, Waldränder, Feldränder, Hecken, Alleen, Gärten und der Randbereich von Siedlungen. Er ist ein gesellig lebender Vogel, der sich außerhalb der Fortpflanzungszeit zu Trupps zusammenschließt, die aus einigen wenigen bis zu mehreren tausend Individuen bestehen können. Diese Trupps nomadisieren in Gebieten, die bis zu 100 Quadratkilometer groß sind. In dieser Zeit ist der Feldsperling häufig mit Haus- und Weidensperling sowie Finken und Ammern vergesellschaftet. Ausgedehnte Staubbäder gehören zu seinem typischen Komfortverhalten.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen und wird überwiegend vom Boden aufgenommen. Gras- und Getreidesamen werden jedoch auch aus den Ähren gepickt. Sie fressen außerdem gelegentlich Knospen und Beeren und suchen im menschlichen Abfall nach Nahrung. Die Jungen werden mit Insekten gefüttert.

Sie sind überwiegend monogame Vögel, eine einmal eingegangene Paarbeziehung besteht so lange bis einer der beiden Partnervögel stirbt. Bruten findet man meist in Höhlen – in Europa meist Baumhöhlen. Auch Nistkästen, Mauerlöcher, Felshöhlen und Hohlräume unter Dächern werden genutzt. Das Gelege der Feldsperlinge besteht aus vier bis sechs Eiern, wobei es üblicherweise zwei bis drei Jahresbruten gibt die von beiden Elternteilen bebrütet werden. Immer wieder überlappen sich die Bruten, so dass die Jungvögel vom Männchen versorgt werden, während das Weibchen schon wieder brütet. Laut Atlas der Brutvögel Tirols gibt es in unserem Bundesland etwa 4.000 bis 6.000 Brutpaare, besonders im Talbereich entlang der größeren Flüsse.

Interessantes nebenbei: Mitte des 20. Jahrhunderts wurden auf Anordnung von Mao Zedong als sogenannte „Große Spatzenkampagne“ allein in Peking innerhalb von drei Tagen fast eine halbe Million Feldspatzen gefangen und getötet. Die anschließende Insektenflut musste bekämpft werden, indem man viele Spatzen aus Russland importierte.

Der Haussperling

Im Gegensatz zum Feldsperling unterscheiden sich beim Haussperling die Geschlechter deutlich. Oben ein Männchen, unten das Weibchen.

Der Haussperling hat sich vor über 10.000 Jahren als Kulturfolger dem Menschen angeschlossen. Nach zahlreichen absichtlichen oder versehentlichen Einbürgerungen ist er mit Ausnahme weniger Gebiete fast überall anzutreffen, wo Menschen sich das ganze Jahr aufhalten. Heute fehlt der Haussperling nur in den Polargebieten, Teilen Nordsibiriens, Chinas und Südostasiens, in Japan, Westaustralien, dem tropischen Afrika und Südamerika und dem nördlichsten Teil Amerikas. In Italien wird er großteils vom im Verhalten sehr ähnlichen Italiensperling ersetzt.

Als Nahrung wird, je nach Verfügbarkeit, sehr viel genutzt. Gerne werden Insekten, besonders größere Käfer wie Maikäfer gefressen, aber auch alle Arten von Samen und junge Blattknospen und viele Arten von Früchten werden gerne angenommen.


Voraussetzungen für Brutvorkommen sind die ganzjährige Verfügbarkeit von Sämereien und Getreideprodukten und geeignete Nistplätze. Das höchstgelegene Brutvorkommen findet sich bei ungefähr 4.500 m im Himalaya, das tiefste bei -86 m im Death Valley in Nordamerika.

In Europa ist der Haussperling fast ausschließlich Standvogel, in geringem Ausmaß auch Kurzstreckenzieher. Nicht dauernd von Menschen bewohnte Siedlungen im Alpenraum werden im Spätherbst oder Winter auch vom Haussperling geräumt.

Der Haussperling verteidigt kein flächiges Brut- oder Nahrungsrevier, sondern nur die nächste Umgebung des Nests oder des Schlafplatzes. Zur Zeit der Fortpflanzung sind Weibchen in der Nähe des Nests gegenüber Männchen dominant, obwohl sie kleiner sind.

Auseinandersetzungen mit Artgenossen werden hauptsächlich beim Nahrungserwerb, an Bade- und Schlafplätzen und am Nest beobachtet. Dabei werden fast 90 Prozent der Konflikte zwischen Männchen ausgetragen.

Besonders Haussperlinge passen sich gut an das städtische Leben an und halten sich dort sehr gerne in der Nähe von Menschen auf, insbesondere dort wo oft gejausnet wird, wie hier am Hauptbahnhof Innsbruck. Zum Teil, wie beim Klinik-Kaffee, kommen sie auf den Tisch um die Brösel vom Frühstück als erste nützen zu können.


Der Haussperling ernährt sich hauptsächlich von Sämereien und dabei vor allem von den Samen kultivierter Getreidearten, die in ländlichen Gebieten 75 Prozent der Gesamtnahrung ausmachen können. Bevorzugt werden Weizen vor Hafer und Gerste. Regional und saisonal kann der Anteil der Samen von Wildgräsern und -kräutern den Getreideanteil erreichen oder übertreffen. Von Frühjahr bis Sommer spielt auch tierische Nahrung eine wichtige Rolle und kann bis zu 30 Prozent der Gesamtnahrung ausmachen. Dabei handelt es sich um Insekten einschließlich deren Entwicklungsstadien sowie andere Wirbellose. Vor allem in der Stadt zeigen Spatzen ein opportunistisches Verhalten und werden zu Allesfressern, was sie besonders an Imbissständen und in Freiluftlokalen unter Beweis stellen.

Die Jungen füttert der Haussperling in den ersten Tagen fast ausschließlich mit Raupen und anderen zerkleinerten Insekten. Wenn zu wenig tierische Nahrung zur Verfügung steht und beispielsweise ausschließlich Brot an die Nestlinge verfüttert wird, kann das Verdauungsstörungen verursachen, die oft zum Tod der Nestlinge führen.

Wenn sie auch im allgemeinen sehr gesellig sind, so kommt es, besonders bei der Partnersuche, doch oft zu heftigen Raufereien.

Der Haussperling zeigt das ganze Jahr über ein geselliges und soziales Verhalten. Viele Verhaltensweisen des Haussperlings sind auf das Leben in der Gruppe ausgerichtet, und der Tagesablauf ist stark synchronisiert.

Haussperlinge werden während der bürgerlichen Dämmerung aktiv. Der Gesang beginnt im Mittel etwa 18 Minuten vor Sonnenaufgang, wobei durch Bewölkung verursachte Helligkeitsunterschiede weitgehend ohne Einfluss bleiben. Das Ende der Aktivität liegt auch im Winter noch vor Sonnenuntergang. In mittleren Breiten werden gelegentlich nächtliche Aktivitäten beobachtet, zum Beispiel beim Insektenfang im Flutlicht von Industrieanlagen.

Wenn ein einzelner Haussperling eine Nahrungsquelle entdeckt, lockt er die anderen durch Rufe und wartet, bevor er zu fressen beginnt. Dabei sind 75 Prozent dieser „Pioniere“ Männchen. Manchmal werden Nahrungsbrocken bei Zerkleinerung mit Hilfe des Schnabels mit dem Fuß festgehalten, ähnlich dem Verhalten der Meisen. Der Haussperling versucht sich gelegentlich auch als Luftjäger. Dabei startet er von einer Sitzwarte aus einen kurzen Jagdflug nach vorbeifliegenden Insekten, was besonders in Maikäferjahren oft zu beobachten ist. Auch werden in Städten öfters die Kühlergrills der Autos oder die Frontseite von Lokomotiven aktiv nach toten Insekten abgesucht.

und der Sieger im Kampf erhält die Belohnung und kann sich vermehren.


Auch Haussperlinge führen in der Regel eine lebenslange Dauerehe. Wenn ein Partner stirbt, finden Neuverpaarungen jedoch schnell statt.

Der Haussperling ist Nischen-, Höhlen- und Freibrüter mit starker Neigung zum gemeinschaftlichen Brüten. In Mitteleuropa beginnt die hauptsächliche Brutzeit Ende April und reicht bis August. In diesem Zeitraum werden zwei bis drei, selten sogar vier Bruten mit jeweils 4 bis 6 Jungvögeln aufgezogen. Bei den Erst- und Zweitbruten werden aus gut einem Drittel der gelegten Eier flügge Jungvögel, bei den späteren Bruten ist es nur noch ein Fünftel. Darüber hinaus ist die Sterblichkeit der Jungvögel nach dem Ausfliegen in den ersten Wochen gravierend. Nach einem Jahr leben in ländlichen Gebieten nur noch 20 Prozent, in Städten immerhin bis zu 40 Prozent der Jungvögel. Die Zahl der Brutpaare in Tirol wird auf 30.000 bis 50.000 geschätzt und obwohl auch er hauptsächlich im Talbereich zu finden ist steigt er auch etwas höher in die Berge als der Feldsperling, nämlich bis etwa zur Waldgrenze.

Ein berühmter Spatz: Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Spatz „Clarence“ berühmt. Er fiel als frisch geschlüpftes Küken vor die Füße von Clare Kipps, die ihn aufzog und ihm kleine Kunststücke beibrachte. Kipps nahm ihn als Angehörige des freiwilligen Luftschutzes während ihrer Dienstgänge in die Luftschutzbunker Londons mit, wo sie Clarence Hitlerreden parodieren ließ. Er wurde in Presseberichten gefeiert, und sein Bild auf Postkarten wurde zu Gunsten des Britischen Roten Kreuzes verkauft.

Der Italiensperling

Sehr ähnlich dem Haussperling, aber mit einer Färbung des Oberkopfs ähnlich dem Feldsperling zeigt sich das Männchen des Italiensperlings, der auch schon in Innsbruck gesichtet wurde. Weibchen können optisch nicht von denen des Haussperlings unterschieden werden. Foto: Ingrid Bistan

Lange Zeit galt der Italiensperling als Unterart des Haussperlings, dem er auch sehr ähnlich sieht. Derzeit gilt er als eigene Art, wobei allerdings noch nicht alles geklärt ist und ohne weiteres weitere Änderungen möglich sind. Zum Teil wird vermutet, dass er aus einer Mischung zwischen Haus- und Weidensperling entstanden ist.

Im Verhalten entspricht er fast genau dem Haussperling, den er in Italien, auf Korsika und auf Kreta ersetzt. Allerdings muss erwähnt werden, dass er wenigstens in Tirol in größeren Höhenlagen als sein Verwandter vorzufinden ist. Im Bereich der Alpen gibt es einen recht schmalen Überlappungsstreifen mit dem Haussperling, wo häufig Mischlinge auftreten, im Süden Italiens kommt er in einem breiten Streifen gemeinsam mit dem Weidensperling vor. Auch wenn es dort ebenso zu Mischlingen kommt sind diese seltener als im Norden.

Wie der Haussperling ist der Italiensperling ein Bewohner der Städte, Dörfer und landwirtschaftlicher Anwesen. Er ist ein ausgesprochener Standvogel ohne Tendenz zur nomadisierenden Lebensweise des Weidensperlings.

Sehr schön sieht man hier den großen weißen Wangenfleck und die rotbraune „Kappe“. Foto: Ingrid Bistan


Im Aussehen liegt der Italiensperling zwischen seinen beiden vermuteten Elternarten und ist von anderswo spontan entstehenden Hybriden kaum zu unterscheiden: Wie beim Weidensperling sind Kopf, Stirn und Nacken lebhaft kastanienbraun, zuweilen auch rötlichbraun. Die Wangen sind fast reinweiß, nicht schmutziggrauweiß wie beim Haussperling. Ein feiner weißer Überaugenstreif ist meist deutlich erkennbar. Der Kehlfleck ist rein schwarz, der Brustlatz deutlicher schwarz geflockt als beim Haussperling. Im sonstigen Körpergefieder ähnelt der Italiensperling wieder sehr dem Haussperling, doch sind bei ihm Hinterrücken und Bürzel ebenfalls bräunlich und nicht grau. Die Weibchen des Italiensperlings lassen sich im Feld von denen des Haussperlings und von denen des Weidensperlings kaum unterscheiden. Die genaue Identifizierung sollte hier wohl den Spezialisten überlassen bleiben, zu denen auch ich mich nicht zähle.

Für Tirol wird von ungefähr 130 bis 200 Brutpaaren ausgegangen (inklusive Mischlingen mit dem Haussperling), großteils im westlichen Grenzbereich Nordtirols zu Italien, wobei die Höhenverbreitung noch einmal deutlich höher liegt und im Mittel bei 1840 m, also auf Almhöhe, liegt.

Weitere Europäische Arten

Schneesperling (= Schneefink)

Schneefink im Winterkleid, beobachtet und fotografiert von © DijanaD (https://www.inaturalist.org/observations/321092653) unter folgenden Fotorechten: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/

Der Schneesperling, teilweise auch als Schneefink bezeichnet, lebt nur in hochalpinen, felsigen Gebieten. Er bleibt auch im Winter in Höhen von 1.900 bis 3.100 m und kommt nur ausnahmsweise bis auf 1000 Meter hinunter.

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Pyrenäen, den Alpen, den italienischen Abruzzen und dem Balkan bis nach Griechenland, dem Osten der Türkei und dem Kaukasus.

Der Schneesperling ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Samen. In Wintersportgebieten ist er sehr zutraulich und kommt häufig in die Nähe der Menschen, um Krümel aufzupicken.

Er ist deutlich größer als der Haussperling. Die Flügel sind weiß, nur die Handschwingen sind schwarz. Der Schwanz ist weiß mit einer dünnen schwarzen Endbinde, nur die innersten beiden Schwanzfedern sind schwarz. Dadurch entsteht ein kontrastreiches, auffälliges Flugbild, das dem der Schneeammer ähnelt. Die Beine und die Iris sind schwarz. Die Oberseite ist matt erdbraun, der Rumpf ist auf der Unterseite durchgehend weiß. Der Kopf ist grau. Im Sommer sind der Schnabel und die Kehle schwarz. Im Winter ist der dunkle Kehlfleck von hellen Federsäumen verdeckt. Der Schnabel ist im Winter elfenbeinfarben. Weibchen sind etwas blasser gefärbt als die Männchen.

Das Brutgebiet liegt bei uns in Seehöhen von 1350 bis 3720 m wo für Tirol etwa 2.500 bis 4.000 Brutpaare geschätzt werden.

Weidensperling

Weidensperling, beobachtet und fotografiert von © lanius2016 (https://www.inaturalist.org/observations/324396226) unter folgenden Fotorechten: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/

Der Weidensperling ist eine im Mittelmeerraum und in gemäßigten Teilen Südasiens verbreitete Art der Sperlinge. Manchmal tauchen Weidensperlinge als Irrgäste auch in Mitteleuropa auf. Weidensperlinge sind Brutvögel der sommertrockenen Steppen- und Wüstenregionen. Auch sind sie weniger standorttreu und nomadisieren gerne über größere Gebiete.

Seine Größe entspricht ziemlich genau der des Haussperlings, dem er auch recht ähnlich sieht. Der männliche Weidensperling ist durch ein im Vergleich zum Haussperling ausgedehnteres Schwarz auf der Brust und eine braune Kappe zu identifizieren. Außerdem hat er einen auffälligen weißen Wangenfleck. Seine Flanken zeigen eine schwarze Strichelzeichnung, durch die ein Brustlatz, der beim Haussperling vorhanden ist, aufgelöst wird. Auch der Rücken ist gestreift. Diese Streifung ist auch beim Weibchen erkennbar, das insgesamt aber nur schwer vom weiblichen Haussperling zu unterscheiden ist. Auch bei ihm ist das Verwandtschaftsverhältnis zum Italiensperling noch nicht endgültig geklärt.

Die Nahrung entspricht der, der bisherigen Arten.

Steinsperling

Steinsperling, beobachtet und fotografiert von © Solmaz Azimzadeh (https://www.inaturalist.org/observations/323807536) unter folgenden Fotorechten: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/

Es handelt sich beim Steinsperling um einen kompakt gebauten Sperling mit einem im Verhältnis zum Körper großen Kopf und einem kräftigen Schnabel. Er unterscheidet sich von den Weibchen des Haussperlings und des Weidensperlings durch den gestreiften Kopf und den Schwanz, der in einer kurzen, weißen Spitze endet. Auch die Brust sowie die Flanken sind gestreift, jedoch ist dieses Merkmal besonders bei Feldbeobachtungen häufig nicht deutlich erkennbar. Der Steinsperling weist außerdem gewöhnlich an der unteren Kehle einen gelben Fleck auf. Dieser ist jedoch kurz vor der Mauser bei einigen Individuen nicht mehr auszumachen und fehlt bei noch nicht geschlechtsreifen Vögeln. Die Färbung beider Geschlechter ist gleich, außer dass der gelbe Kehlfleck bei Männchen oft etwas größer und kräftiger ist.

Steinsperlinge kommen auf Madeira, auf den Kanarischen Inseln, in Südeuropa sowie vom Nordwesten Afrikas in östlicher Richtung über den Nahen Osten und den Aralsee bis Indien und West-China vor. Als Irrgast erreichen sie gelegentlich Großbritannien, Polen, die Azoren, Malta, Zypern und Israel. In Mitteleuropa sind sie Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestorben.

Sie leben vorwiegend in baumlosen Hügellandschaften mit spärlichem Grasbewuchs und Felsen und Erdabbrüchen sowie Felsenklippen. Sie besiedeln außerdem Dörfer mit alten Bauten, Ruinen, nicht mehr bewohnte Gebäude, Brunnenanlagen und Steinmauern, alpine Matten, strauchbestandene Uferregionen sowie offene Waldränder, sofern diese Bäume mit Baumhöhlen aufweisen.

Außerhalb der Fortpflanzungszeit sind sie sozial lebende Vögel, die kleine Schwärme von 30 bis 50 Individuen bilden, und sich ganzjährig von Samen ernähren, im Frühjahr auch von Wirbellosen und im Herbst von Beeren. Ihre Nahrung finden sie fast ausschließlich am Boden.

Die Informationen stammen großteils von: https://de.wikipedia.org/wiki/Sperlinge
und aus dem Atlas der Brutvögel Tirols.

Viele Fotos zu den einzelnen Arten (auch Nichteuropäische) sind hier zu finden:
https://www.inaturalist.org/observations?taxon_id=13685

Robert Pisch

© Alle Fotorechte verbleiben bei den jeweiligen Fotografen. Der Link zu den Freigaberechten ist verpflichtend beigefügt. Alle Fotos ohne Angabe des Fotografen, der Fotografin, stammen von mir und dürfen für nichtkommerzielle und nichtpolitische Zwecke frei verwendet werden. Vielen Dank an alle, die ihre Fotos für diesen Beitrag gratis zur Verfügung stellen.

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Robert Pisch

Robert ist grafischer Facharbeiter in der Druckvorstufe und seit kurzem in Pension. Er hat zuletzt seit mehreren Jahren die grafischen Vorarbeiten für die Druckversion der DZ-Inzing erledigt. Als Mitglied von JUF, seit der Gründung dieser Fraktion, sitzt er die letzten Gemeinderatsperioden auch im Landwirtschaftsausschuss. Sein größtes Interessensgebiet ist die Natur und der Umgang mit ihr. Zusätzlich liebt er es, rein hobbymäßig, zu fotografieren und ist passionierter Fußgänger. In den letzten Jahren ist er auch auf den Geschmack und den Reiz von “Weitwanderungen” gekommen. In den sporadischen Beiträgen möchte er diese Interessensgebiete und daraus gewonnene Erfahrungen näher bringen und hofft dabei auch, die eine oder andere Diskussion “anzuzetteln”.

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