21. Februar 2020

Aus dem Gemeinderat

BUDGETERSTELLUNG  2020

Wie jedes Jahr stand in der Gemeinderatssitzung des Monats Dezember das Budget für 2020 auf der Tagesordnung.
Nach vorangegangener Klausur des Gemeinderates zu diesem Thema wurde in der öffentlichen Sitzung das Budget dann einstimmig beschlossen.
Diese Einstimmigkeit beim Budget zeichnet die Gemeinde Inzing im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Umgebung aus und spiegelt das konstruktive Klima im Gemeinderat wohl wider.
Erstmals wurde der Voranschlag gemäß der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 2015 (die in allen Gemeinden mit Stichtag 1. Jänner 2020 umzusetzen ist) erarbeitet. Damit ist ein Vergleich mit den Budgets der Vorjahre nur bedingt möglich. Im Finanzierungsvoranschlag, der am ehesten dem bisherigen Haushaltsvoranschlag entspricht, werden die Ein- und Auszahlungen zusammengefasst und die Liquidität der Gemeinde dargestellt. Im Ergebnishaushalt werden die Erträge und Aufwände verbucht. Damit werden erstmals Abschreibungen des Anlagevermögens und Rückstellungen, in erster Linie Personalrückstellungen im Gemeindehaushalt verbucht, wie bei einer Gewinn- und Verlustrechnung. Als 3. Komponente gibt es den Vermögenshaushalt, in dem das Vermögen und die Schulden dargestellt werden, wobei die Eröffnungsbilanz erst mit dem Rechnungsabschluss 2020 erstellt werden muss. 

Kennzahlen des Budgets 2020:

Ergebnisvoranschlag:           
Erträge                       € 10.716.100
Aufwendungen          € 10.702.000
Trotz einer Afa (Absetzungsbeträge für Abnutzung des Vermögens) von
€ 1.115.000 und Rückstellungen in Höhe von
€ 126.000 kann ein positives Ergebnis von € 14.100 dargestellt werden.

Finanzierungsvoranschlag:    
Einzahlungen             € 10.980.300
Auszahlungen            € 12.087.300

In diesem Voranschlag ist ein negativer Saldo erlaubt. Die fehlenden € 1.107.000 sind mit Zahlungsmittelreserven und der Betriebsmittelrücklagen gedeckt.

Das Gemeindevermögen beträgt nach vorläufiger Bewertung € 53 Mio. inkl. Immo KG (für den Bau der NMS gegründet zu 100% im Eigentum der Gemeinde).

Die Schulden der Gemeinde werden Ende 2020 € 5,8 Mio (Ende 2019 € 6,3 Mio) betragen. In Summe werden jährlich € 700.000 getilgt.

Es sind wie im Jahr 2019 keine neuen Darlehensaufnahmen geplant. Aufgrund der vorsichtigen Budgetierung und Gebarung in den vergangenen Jahren können trotzdem einmalige Ausgaben in der investiven Gebarung in Höhe von € 2,2 Mio geplant werden.

Einige Einmaligen Ausgaben:
Ankauf Grund Altersheimneubau € 1.050.000
Planungskosten Altersheim € 50.000
Erneuerung Trinkwasserversorgung € 115.000
Kanalmaßnahmen € 270.000
Asphaltierungen, Wege €250.000
Neubau Forstweg Kienberg € 150.000
Beitrag Lehnbachverbauung € 100.000
Digitalisierung Schulen € 33.500
Maßnahmen Verkehrskonzept € 40.000
Maßnahmen Probyke € 16.000
Spielplätze € 30.000
Schwimmbad € 20.000
Kunst Kultur € 19.000

Beispiele für laufende Kosten:
Personalaufwand ca.: € 4.076.000
Förderung Kulturvereine: € 34.200
Förderung Sportvereine: € 38.000

Einige Transferzahlungen:
Beitrag Krankenanstaltenfonds: € 649.000
Beitrag Krankenhaus Hall: € 98.000
Beitrag an das Land Tirol für Mindestsicherung: € 396.400
Beitrag an das Land Tirol lt. Teilhabegesetz: € 306.200

Dieses Budget fußt auf Einnahmen aus Zuschüssen des Landes, des Bundes, Kommunalsteuer der Betriebe (bisher ca. € 1.000.000), und den Abgaben der Bürger/innen.

Mit den ca. 10 Mio € kann Inzing gut wirtschaften. Im Vergleich dazu: Die Gemeinde Kematen hat ein Jahresbudget von ca. 10 Mio € bei ca. 2800 Einwohner/innen. (Beschluss: 14 Ja Stimmen, 1 Enthaltung), die Gemeinde Zirl hat ein Jahresbudget von ca. 22 Mio bei ca. 8.100 Einwohner/innen (Beschluss 12 Ja:7 Nein Stimmen)

Fotos: Peter Oberhofer

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Renata Wieser

Renata Wieser

Seit 1991 Inzingerin 1995 Gründungsmitglied der Winzinger Mitbegründerin der Initiative “Inzinger Ferienspaß” Seit 2002 Gemeinderätin Mitglied der Klimabündnisgruppe und des Freundeskreises für Integration 1999-2019 Sekretärin der Landesmusikschule Zirl Verheiratet, 4 erwachsene Kinder

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