Hier geht es um die Gaisau, ein zurecht sehr beliebtes Naherholungsgebiet für Inzinger und Hattinger, obwohl der größte Anteil zu Pettnau gehört.
Aber nicht nur bei Inzingern ist dieses Gebiet beliebt. Unter den Ornithologen (= Vogelkundlern) ist sie in weitem Umkreis bekannt als einer der letzten Reste von Augebieten im gesamten tiroler Inntal, mit enormem Wert für viele Insekten (etwa Libellen), Amphibien (Frösche und Kröten) und Vögel. So wird die Gaisau im Tiroler Brutvogelatlas oft auch für seltene und gefährdete Arten mit Brutnachweisen erwähnt.
Wenn auch Auwald und Schilfflächen nur in recht kleinen Flächen übrig sind bieten sie doch immer noch Lebensraum und Erholungsfläche für eine Unzahl von Lebewesen an denen wir uns, wenn wir das Glück haben sie zu entdecken, erfreuen können. Die Beliebtheit der Gaisau unter den vielen Spaziergängern und Naturbeobachtern oder -fotografen beweist, dass das auch von sehr vielen geschätzt wird.

Jetzt ist es aber so, dass eine große Anzahl der hier lebenden Tiere recht scheu sind und bei zu häufiger Störung im Brutgebiet ihre Nester aufgeben. Manche besonders seltene Pflanzen sind nur auf kleine Bereiche beschränkt und falls sie dort etwa niedergetreten werden verschwinden sie im Laufe der Zeit. Dabei spielt es keine Rolle ob eine echte Verfolgung vorliegt oder einfach nur die nötige Ruhe fehlt.
Allein aus diesem Grund haben sich die meisten der häufig in der Gaisau anzutreffenden Beobachter und Fotografen darauf geeinigt insbesondere das gesamte Nordufer von Anfang März bis Ende September, also in der Zeit die für Nestbau, Brut und Aufzucht der Jungen benötigt wird, strikt zu meiden. Ja, auch uns würde es oft reizen dort einen Beobachtungsposten zu beziehen, aber aus Rücksichtnahme und weil wir uns noch lange an einer großen Vielfalt erfreuen wollen verzichten wir gerne darauf. Und zwar unabhängig von Vorschriften oder Gesetzen, einfach weil es uns das wert ist.
Ich möchte nun auf diesem Weg auch alle anderen Spaziergänger, mit oder ohne Hund, Sportler und Naturgenießer darum bitten es uns gleich zu tun und wenn nötig andere, immer freundlich, darauf hinzuweisen und zu erklären warum diese Störungen zu vermeiden sind. Jede/r die/der dort wandert lockt wieder andere an es gleich zu tun und wenn auch ein oder zwei Personen pro Woche egal wären so sind es schnell einige täglich, und das ist zu viel.
Danke für die Rücksichtnahme und viel Freude an der Natur wünscht Euch allen,
Robert Pisch
Fotos: R. Pisch