12. August 2020

Aus dem Gemeinderat

Lesedauer ca. 3 Minuten

„Corona-bedingt“ fiel die Gemeinderatssitzung im April aus. Auch die Tagesordnungen der Mai- und Juni-Sitzungen waren nicht sehr lang.

Der Bürgermeister berichtete über die Arbeit des Krisenstabes in Inzing, das mit nur 4 Fällen glimpflich davonkam. Im Altersheim wurden drei Testungen vorgenommen und dabei kein einziger positiver Fall festgestellt.
Die Gemeindeeinrichtungen waren zumindest im Notbetrieb immer geöffnet. Die mobile Pflege wurde sehr eingeschränkt, die Mitarbeiterinnen übernahmen aber Einkaufsdienste und den Dienst für Essen auf Rädern.

Corona und das Budget

© Adobe Stock

Über die budgetären Auswirkungen der Coronakrise konnte in der Mai Sitzung berichtet werden, dass durch Entgang von Kommunalsteuern, Ertragsanteilen des Bundes und Einnahmenentfall von Kindergartengebühren und aus der mobilen Pflege ein Budget-Minus von 450.000-500.000 € zu erwarten ist.
Das Land Tirol stellt aber eine Sonderförderung für die Gemeinden zur Verfügung. Inzing kann aus diesem Topf mit ca. 148.000 € rechnen. Ein Teil der Landesförderung ist auch für bereits begonnene oder geplante Investitionen vorgesehen. Hier hat die Gemeinde einen Bedarf von ca. 368.000 € angemeldet.
Auch der Bund stellt Sonderförderungen für Investitionen zur Verfügung. Inzing könnte hier um ca. 400.000 € ansuchen. Diese Förderung ist daran gebunden, dass die Gemeinde 50% der Investitionskosten selbst übernimmt. Lt. BM könnte aus diesem Topf eine Förderung für den Altersheimneubau beantragt werden.
Der Amtsleiter legte eine Liste mit möglichen Einsparungen von Ausgaben vor. Man einigte sich nun darauf, die nächsten Monate abzuwarten und nach dem Sommer konkret zu entscheiden, welche Vorhaben aus dem Budget für 2020 gestrichen werden.
Die Liquidität der Gemeinde ist lt. BM nicht in Gefahr.
Beim Personal sind aufgrund des eingeschränkten Betriebes teilweise Minusstunden entstanden. Nach Abzug von Resturlauben und Zeitguthaben wurden die restlichen Minusstunden als Dienstfreistellung gebucht.

Der Schwimmbadbetrieb kann heuer aufgrund behördlicher Vorgaben auch nur eingeschränkt stattfinden. Eine Besucherzahl von 800 Personen darf nicht überschritten werden. Für die Kontrolle wurde eine elektronische Eintrittsstatistik installiert, die man auch in Echtzeit auf der Gemeindehomepage und Gem2Go abfragen kann.

https://www.inzing.tirol.gv.at/Schwimmbad_aktuelle_Besucherzahl

In der Juni Sitzung berichtet der BM über den Fortschritt der Lehntalverbauung. 2019 wurden 945.000 € verbaut und 2020 soll die Geschiebesperre und die Verlegung des Zufahrtsweges fertiggestellt werden. Dafür sind ca. 1,2 Mio. € geplant.

Ganz hinten im Lehntal wird diese Sperre errichtet.

Der BM berichtet weiters, dass Asphaltierungsarbeiten auf dem Feldweg nördlich der Bahn bis zur Gemeindegrenze und auf dem nördlichen Wiesenweg beim neuen Reitstall begonnen werden sollen.
Aus den für 2020 im Budget geplanten 250.000 € werden dafür ca. 132.000€ verbraucht.
Die Liste JUF stimmte gegen die Asphaltierung der Feldwege, da sie es als nicht notwendige Bodenversiegelung sieht.
Weiters soll heuer der östliche Teil der Ziegelstraße neu asphaltiert werden, nachdem dort die Wasserleitungen erneuert sind.

Der Wirtschaftsweg nördlich der Bahn in Richtung Zirl wurde asphaltiert.

In der Maisitzung wurde beschlossen, die Kinderbetreuungsbeiträge für die Monate, in denen nur eingeschränkter Betrieb herrschte, für die Kinder, die nicht anwesend waren, nicht einzuheben.

Ebenfalls beschließt der GR dem Pächter des Cafés S‘10er die Pacht für zwei Monate zu erlassen.

Die Vereinszuschüsse für 2020 werden wie lt. Budget vorgesehen ausbezahlt.

Auf Ansuchen der Sektion Stocksport um Unterstützung für die Reparatur eines Traktors wird ein Zuschuss von 800 € gewährt.

Der seltene Fall, dass bei Bebauungsplänen nicht einstimmig abgestimmt wurde, trat in der Junisitzung ein. Bei zwei Bauvorhaben in den Weilern soll die höchstzulässige Baumassendichte überschritten werden. Der Raumplaner der Gemeinde hat in seiner Stellungnahme dies für zulässig erklärt. Trotzdem sieht GR Hurmann hier einen Widerspruch zum örtlichen Raumordnungskonzept und stimmt daher gegen die Erlassung der Bebauungspläne.

Die Neuausstattung der EDV im Gemeindeamt und Altersheim wurde die Fa. Kufgem beauftragt. Nach einer Erhebung des Ist-Zustandes hat Kufgem ein Angebot in der Höhe von ca. 66.000 € gelegt. Neben der Anschaffung von etlichen neuen PC Arbeitsplätzen ist die Installation eines zentralen Servers für Gemeinde und Altersheim vorgesehen. Einige Gemeinderäte sprechen sich für ein zweites Angebot aus. Da die Fa. Kufgem aber bisher sehr zur Zufriedenheit der Gemeinde gearbeitet hat, einigt man sich darauf, dass Ing. Klaus Heiß das Angebot prüfen soll und weiters gemeinsam mit der Gemeinde mit der Kufgem über eine Verbessrung des Angebotes verhandeln soll

Unter Allfälligem berichtet GR Wieser, dass die lt. Maßnahmenplan aus dem Projekt ProByke geplanten Radständer nun bestellt werden.
GR Gastl fragt in der Junisitzung nach den weiteren Planungen für den Altersheimneubau. Der BM kündigt eine baldige Sitzung des Planungsausschusses an.
GR Hurmann macht auf Schäden an der Fassade des 10er Hauses aufmerksam und bittet zu prüfen, ob es sich hier um Baumängel handeln kann.

Fotos (wenn nicht anders angegeben): Peter Oberhofer

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Renata Wieser

Renata Wieser

Seit 1991 Inzingerin 1995 Gründungsmitglied der Winzinger Mitbegründerin der Initiative “Inzinger Ferienspaß” Seit 2002 Gemeinderätin Mitglied der Klimabündnisgruppe und des Freundeskreises für Integration 1999-2019 Sekretärin der Landesmusikschule Zirl Verheiratet, 4 erwachsene Kinder

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